Basisinformation

Győr, 12.06.2013

Das Zentrale Gebäude

Das Zentrale Gebäude bildet das Herz des Automobilwerkes – mit direkter Anbindung zu den Fertigungsgewerken Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Kurze Wege sichern rasche Kommunikation und enge Vernetzung. Im zweiten Obergeschoss des Baus liegen bis zu 550 Büroarbeitsplätze, die zu sämtlichen Gewerken gehören; große Fenster und begrünte Lichthöfe schaffen hier eine angenehme Atmosphäre. Im Erdgeschoss sind die Qualitätssicherung und das Analyse- und Vorseriencenter (AVZ) mit ihren Werkstätten angesiedelt.

Das AVZ, das etwa 150 Mitarbeiter beschäftigt, übernimmt am Standort Győr unter anderem die Aufgaben eines klassischen Vorseriencenters. Hier geht es primär um den Aufbau der Vorserienautos in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus den jeweiligen Produktionsbereichen. Dieser Arbeitsschritt erfolgt bereits ein Jahr vor dem Beginn der Serienfertigung, so dass sich viele Verbesserungen noch realisieren und eventuelle Probleme lösen lassen.

Im Zentralen Gebäude sind neben dem Vorserienfahrzeugbau auch die Vorserien- und Serienanalyse unter einem Dach vereint – ein Novum bei Audi. Eine der wichtigsten Aufgaben der AVZ-Ingenieure besteht in der Produktbeeinflussung für die zukünftigen Projekte. Sie arbeiten bereits mehrere Jahre vor Serienbeginn an den Konzepten der Zukunft, beispielsweise identifizieren sie für nachfolgende Fahrzeugprojekte Optimierungspotenziale und sorgen für deren Umsetzung. Die enge Vernetzung zwischen Vorserien- und Serienanalyse im Analyse- und Vorserienzentrum stellt einen durchgängigen Know-how-Transfer sicher – von der Konzeptphase bis zum Auslauf des Produkts.

Auf ihren Analyseflächen prüfen die Spezialisten aus dem AVZ die Autos in allen Bereichen durch – Karosserie, Mechanik, Elektrik/Elektronik, Fahrsicherheits- und Assistenzsysteme. Im Referenzprüfbereich Elektronik ergeben sich zum Beispiel Gewerkeübergreifende Synergien mit der Montage und der Qualitätssicherung. Mit speziellem Referenzequipment lassen sich Inbetriebnahme- und Prüfprogramme für neue Elektronikkomponenten erstellen. Bevor sie Anwendung in der Produktion finden, prüfen die Ingenieure sie für den Serienbetrieb und geben sie frei.

Die Qualitätssicherung, der zweite Nutzer des Zentralen Gebäudes, widmet sich ebenfalls der Prüfung und Analyse der Serienautos – im Serienbetrieb auditiert sie jeden Tag vier Fahrzeuge. Dabei legt sie den Fokus auf die Bauteilqualität und ihre Funktion. Ihre Mitarbeiter betreiben im Rahmen ihrer Vorserien- und Serienaktivitäten eine ganze Reihe von Prüfeinrichtungen – den klassischen Meisterbock mit Messgeräten, der dazu dient, die Präzision von Exterieur- und Interieurbauteilen zu beurteilen, den Hydropulsstand zur Knister-Knaster-Analyse, einen Akustikprüfstand, einen Bauteil-Klimaprüfstand und eine Wasser-Berieselungsanlage zur Dichtigkeits-prüfung.

Zu den Highlights der Qualitätssicherung gehört der so genannte E-Meisterbock – hier werden elektronische Bauteile durchleuchtet, fallweise auch per Computertomograph und Elektronenmikroskop. Eine eigene Nachtdesignkammer dient dazu, die Beleuch-tung der Fahrzeuginnenräume zu überprüfen.

Die Qualitätssicherung verantwortet auch die 1,2 Kilometer lange Straßenfahrstrecke im Norden des Werkgeländes, zu der eine Rüttelstrecke mit 14 unterschiedlichen Fahrbahnbelägen gehört. Alle fertigen Autos müssen diese Strecken durchlaufen, bevor sie die Freigabe erhalten. Dabei achten versierte Fahrer auf Auffälligkeiten bei Geräuschen, Schwingungen, Fahrverhalten und der Funktion des Antriebsstrangs. Jede zehnte Audi A3 Limousine absolviert zudem eine Straßenfahrt, die aus Győr hinaus auf die Autobahn führt.

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