Basisinformation

Győr, 12.06.2013

Die Heimat der neuen A3 Limousine – Audi baut Standort Győr zum vollständigen Automobilwerk aus

2.100 neue Arbeitsplätze und ein Investitionsvolumen von mehr als € 900 Mio. – die AUDI AG hat ihren ungarischen Standort Győr zu einem kompletten Automobilwerk ausgebaut. Als erste Modelle laufen dort die Audi A3 Limousine und die S3 Limousine vom Band.

Der Audi-Standort Győr im nordwestlichen Ungarn ist nicht nur das größte Motorenwerk der Welt – er dient auch seit Jahren für die Montage des TT Coupé und TT Roadster sowie des A3 Cabriolet und RS 3 Sportback. Für ein Investment von mehr als € 900 Mio. ist auf dem Werkgelände jetzt eine hochmoderne neue Automobilfabrik mit einer Jahreskapazität von 125.000 Exemplaren entstanden. Auf fast 270.000 Quadratmeter Fläche, etwa so viel wie 37 Fußballfelder, vollziehen sich sämtliche Produktionsschritte vom Pressen der Bleche bis zur Endmontage. Als erste Modelle laufen die Audi A3 Limousine und die Audi S3 Limousine in Győr vom Band.

Die offizielle Grundsteinlegung für die Werkserweiterung erfolgte im Juli 2011, ein Dreivierteljahr später feierte die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. bereits das Richtfest. Mit der jetzt anlaufenden Produktion hat die hundertprozentige Tochter der AUDI AG 2.100 direkte neue Arbeitsplätze geschaffen, insgesamt 15.000 Menschen leben künftig direkt oder indirekt von diesem Standort.

Das Zentrale Gebäude, in dem das Analyse- und Vorserienzentrum, die Qualitätssicherung sowie bis zu 550 Büroarbeitsplätze untergebracht sind, bildet das Herz der Fabrik. Es liegt zwischen Presswerk und Karosseriebau, die sich in Nord-Süd-Richtung erstrecken, sowie zwischen der Lackiererei und der Montagehalle, die einen langen Riegel in West-Ost-Richtung bilden.

Im Presswerk steht die hochmoderne Großpresse mit der Bezeichnung Servo-PXL im Mittelpunkt; von 14 elektrischen, fein regelbaren Servomotoren angetrieben, bringt sie 8.100 Tonnen Schließkraft auf. Wenn die Stößel beim Abwärtsgang abbremsen, gewinnt die Presse Energie zurück. Der Wechsel der Werkzeuge dauert nur drei Minuten.

Auch der Karosseriebau basiert auf dem neuesten Stand der Technik. In seiner End-ausbaustufe werden mehr als 600 Roboter, über 400 Schweißzangen, nahezu 300 Geometrie-, Prozess- und Handlingsgeräte, rund 80 Kleberauftragsysteme, 20 Schweiß- und Lötanlagen, sieben Falzanlagen sowie weitere Vorrichtungen zum Einsatz kommen. Eine Inline-Lasermessanlage überwacht die Maßhaltigkeit der Karosserien an 23 Stationen, sieben Ultraschallanlagen dienen der Stichproben-Kontrolle.

Ein weiteres Novum findet sich in der Lackiererei: In allen Lackkabinen filtert eine so genannte Trockenabscheidung den Lacknebel mittels Steinmehl aus der Luft; die Abluft der Decklack-Kabinen wird speziell von Lösemitteln gereinigt. Abgesehen vom Klarlack kommen lediglich wassermischbare Lacksysteme zum Einsatz. Ein Umluft-Kreislauf in den Spritzkabinen spart beim Heizen und Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten der Luft etwa 50 Prozent Energie ein.

Die Endmontage, in der etwa 1.000 Menschen arbeiten werden, setzt sich aus 146 Takten zusammen, die Taktzeit beträgt exakt zwei Minuten. Nach dem Fischgräten-Prinzip befinden sich zu beiden Seiten des Hauptbands die Vormontagegruppen, etwa für die Türen, das Cockpit oder den Verbund aus Antriebsstrang und Fahrwerk. Bei der Planung der Montage hatten auch die ergonomischen Kriterien hohe Priorität.

In der Energiezentrale, die Strom, Wärme und Kälte liefert, legt Audi ebenfalls großen Wert auf Effizienz und Ressourcenschonung. Als separates Gebäude konzipiert, birgt die Zentrale drei Gaskessel und ein Blockheizkraftwerk, in dem ein Erdgasmotor einen Stromgenerator antreibt; seine Abwärme kommt der Heizung zugute. Unabhängig davon kann das Werk Fernwärme aus einer externen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage beziehen. Am ganzen Standort tragen zahlreiche Wärmerückgewinnungsanlagen zur Effizienz bei.

Wenn die Fertigung jetzt anläuft, blickt die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. Seit ihrer Gründung hat sie sich zu einem der größten Exporteure und zu einem der umsatzstärksten Unternehmen Ungarns entwickelt. Im vergangenen Jahr hat Audi Hungaria in Győr mit fast 9.000 Beschäftigten 1.915.567 Motoren und 33.553 Automobile produziert.

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