Basisinformation

Győr, 12.06.2013

Die Lackiererei

Mit ihren effizienten und ressourcenschonenden Technologien setzt die Lackiererei im Werk Győr neue Maßstäbe; sie ist eine der umweltfreundlichsten Anlagen ihrer Art weltweit. Im Endausbau werden hier 250 Beschäftigte und 80 Roboter arbeiten – Letztere vor allem in den Lackierkabinen und im PVC-Bereich, in dem der Unterbodenschutz aufgebracht wird.

Die Lacke gelangen über Leitungen aus ihren Tanks im so genannten Farbmischraum zu den Robotern. Beim Basislack sind 26 Serienfarben Standard. Gegen Ende des Jahres geht die Sonderlackiererei, die in einem separaten Gebäude untergebracht ist, in Betrieb – sie ist für die Individuallackierungen zuständig, die die Audi-Kunden bestellen können.

Eine wichtige Innovation der Lackiererei in Győr ist eine Trockenabscheidung im Umluftbetrieb. Sie reinigt die Luft von Lackpartikeln. Der Anteil der Umluft beträgt 80 bis 90 Prozent, er spart beim Heizen und Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten der Luft über 50 Prozent Energie. In allen Lackierkabinen – für Füller, Basis- und Decklack – integriert der Prozess eine Trockenabscheidung für den Lacknebel, der nicht auf die Karosserie aufgetragen wird. Die Luftströmung trägt dieses „Overspray“ aus der Kabine; in einem separaten Raum trifft es auf aufgewirbeltes Steinmehl und lagert sich an ihm an. Die gefilterte saubere Luft strömt in den Umluftbetrieb zurück. Das benutzte Steinmehl eignet sich für die Nutzung in der Zementindustrie.

Zwischen dem farbgebenden Basislack und dem Klarlack findet sich eine weitere Innovation: Der Zwischentrockner arbeitet mit besonders getrockneter Luft statt mit der üblichen Infrarotstrahlung. Der Qualität zuliebe ist der Klarlack, der die Karosserie vor Kratzern und Umwelteinflüssen wie Säuren und UV-Strahlen schützt, als einziger Lack nicht auf Wasserbasis aufgebaut. Eine zusätzlich installierte, spezielle Technik reinigt die Abluft der Kabinen, in der er aufgetragen wird, von den Lösemitteln: Ein Adsorptionsrad leitet sie in ein Trägermedium, das sie speichert; sie werden mit heißer Luft abgeblasen und danach in einer thermischen Aufbereitungsanlage verbrannt. Mit dieser zusätzlichen Abluftreinigung lassen sich die Lösemittelemissionen um mehr als 70 Prozent senken.

Am Finishband, der abschließenden Station, beleuchten in Röhren montierte LEDs die Karosserien indirekt – extrem gleichmäßig und dabei höchst energieeffizient.

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