Basisinformation

Győr, 12.06.2013

Die Montage

Mit ihren insgesamt rund 700 Meter Länge – einschließlich der Logistikfläche – und den großen Tageslichtfenstern ist die Montagehalle eines der imposantesten Bauwerke der Werkserweiterung in Győr. Nach dem Prinzip der Fischgräte befinden sich links und rechts des Hauptbands die Vormontagegruppen, etwa für die Türen, das Cockpit oder den Verbund aus Antriebsstrang und Fahrwerk. Die so genannte Hochzeit, bei der Karosserie und Mechanik zusammenfinden, erfolgt vollautomatisiert im dritten der fünf Bandabschnitte; mit ihren 56 Verschraubungen ist sie der komplexeste Arbeitsschritt.

In der Montage werden etwa 1.000 Menschen auf 58.000 Quadratmetern Fläche arbeiten, viele von ihnen kommen aus der bisherigen TT-Montage. Im Schnitt besteht jede Gruppe aus zehn Mitarbeitern, die sich alle zwei Stunden in ihren Tätigkeiten abwechseln.

Audi Hungaria legt großen Wert auf ideale ergonomische Bedingungen. An jedem Bandabschnitt gibt es eine Höhenverstellung für die Gestelle („Skids“) oder für die Hängebahn, die die Karosserien bewegt. In der Türvormontage sind ergonomische Montagesitze installiert – der Mitarbeiter kann im Sitzen arbeiten. Handlingsgeräte, etwa für den Einbau der Batterie und der Sitze oder für das Betanken des Autos, entlasten ihn von körperlich anstrengenden Tätigkeiten.

Eine A3 Limousine setzt sich aus bis zu 10.000 Teilen zusammen, und praktisch jede ist ein Unikat – aus den vielen Wahlmöglichkeiten, die Audi seinen Kunden bietet, ergeben sich mehrere Millionen Varianten. Hinter der Arbeit am Band steht deshalb eine aufwendige Logistik. Bandabschnittbezogene „Supermärkte“ in der Montagehalle stellen die einzubauenden Teile bereit; am östlichen Ende der Montagehalle befindet sich eine Logistikfläche für die Supermärkte von 30.000 Quadratmeter Fläche.

Die Logistik-Arbeiter, die hier die Ladungsträger für die teilespezifischen Transportwagen zusammenstellen, werden durch ein Online-System unterstützt. Es stellt sicher, dass sie das richtige Teil aus dem Regal genommen haben. Zudem kommt bei der Kommissionierung das so genannte „Pick-by-voice“-System zum Einsatz. Die Logistiker müssen eine Referenzzahl, die dem Teil zugeordnet ist, in ihr Headset einsprechen; danach erhalten sie eine akustische Rückmeldung, ob das richtige Teil gewählt wurde. Dieses System ist neu bei Audi.

Auch am Band existieren zahlreiche Einbauhilfen, die prozesssichere Abläufe in hoher Qualität sicherstellen. Sie reichen von der Lichtschranke, die kontrolliert, ob der Mitarbeiter auch alle Bauteile aus dem Ladungsträger oder dem Regal entnommen hat, bis zum elektronisch geregelten Drehmomentschrauber.

Als letzte Montagestationen bei der Audi A3 Limousine fungieren der Inbetriebnahme- und der Prüfbereich. Die Straßenfahrsimulationsanlage, die dort steht, erzeugt im Betrieb erhebliche Abwärme; sie wird in die Heizanlage der Halle eingespeist.

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