Pressemitteilung

Ingolstadt, 15.01.2009

100 Jahre Rennlegende Ewald Kluge

  • Ende der 1930er Jahre bester Motorrad-Rennfahrer der Welt
  • Erster deutscher Sieger der Tourist Trophy auf der Isle of Man mit einer 250-ccm-DKW

Ewald Kluge

Fahrerisches Geschick und ein eiserner Wille – diese starken Eigenschaften zeichneten den berühmtesten DKW- Motorrad-Rennfahrer aus und waren die Grundlage für eine einmalige Karriere. Ewald Kluge wäre nächste Woche 100 Jahre alt geworden. Am 19. Januar 1909 wurde er im sächsischen Lausa geboren.

Erste Rennerfolge verbuchte Ewald Kluge bereits 1930. Ab 1934 war er bei DKW Rennmonteur und Reservefahrer. 1935 gewann er gemeinsam mit Arthur Geiß und Walfried Winkler bei der Internationalen 6-Tage-Fahrt die höchste Mannschaftsauszeichnung, die Silbervase - zum ersten Mal für Deutschland. 1936 stieg Kluge in die DKW Rennmannschaft des Werkes ein und gewann bis 1939 vier Mal hintereinander den Titel Deutscher Meister in der Klasse bis 250 ccm. 1938 und 1939 errang er den Europameister-Titel und wurde mit der höchsten Punktzahl aller Rennfahrer mit dem Titel „Meister der Meister“ ausgezeichnet. Damit galt Ewald Kluge als bester Motorrad-Rennfahrer der Welt.

Speziell 1938 war „sein“ Jahr: Beim schwersten Motorradrennen der Welt, der Tourist Trophy in England, erkämpfte er seinen größten Erfolg mit der DKW ULD 250: Er gewann als erster deutscher Fahrer dieses seit 30 Jahren bestehende Rennen , und zwar mit einem für unmöglich gehaltenen Vorsprung von elf Minuten. Im gleichen Jahr beteiligte sich die Auto Union mit Kluge an vier Rennen in Australien, die er alle gewann. Bei der Bergmeisterschaft am Großglockner 1938 fuhr er die schnellste Zeit aller Teilnehmer. 1938 ging Kluge 14 Mal an den Start und verbuchte zwölf Siege. Im Jahr davor hatte der Ausnahme-Rennfahrer auf einer DKW-Maschine sechs Weltrekorde für die Auto Union herausgefahren.

Nach dem Krieg und russischer Gefangenschaft ging Kluge 1950 nach Ingolstadt, dem neuen Heimatort der Auto Union und des DKW-Rennstalls. Im Jahr darauf fuhr er wieder DKW-Siege ein. Dann, beim Eifelrennen 1953, stürzte er schwer und musste sich vom aktiven Rennsport verabschieden. Am 19. August 1964 starb er  in Ingolstadt.

Das Audi Markenzeichen der Vier Ringe symbolisiert die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer, die in der Auto Union zusammengefasst wurden. Auto Union und NSU, die 1969 fusionierten, prägten die Entwicklung des Automobils maßgeblich. 1985 entstand aus der Audi NSU Auto Union AG die AUDI AG. Die Audi Tradition pflegt und präsentiert zusammen mit den beiden Traditionsgesellschaften Auto Union GmbH und NSU GmbH die umfangreiche und weitverzweigte Audi Historie. Das Audi museum mobile im Audi Forum Ingolstadt ist täglich von Montag bis Sonntag von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

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