Pressemitteilung

Ingolstadt, 27.10.2009

Letzter Horch jetzt auch als Modellauto

  • Limitierte Auflage des Sensationsfundes von Audi Tradition
  • 1000 Stück im unrestaurierten Zustand des 830 BL von 1953

Das Modell auf dem Original: Der Horch 830 BL aus dem Jahre 1953.

Als Einzelstück wurde er 1953 in Handarbeit gefertigt. Letztes Jahr ist der letzte Horch, der je gebaut wurde, aus Texas nach Ingolstadt heimgekehrt und nun gibt es ihn auch als Modellauto. Eine Geschichte, die Aufsehen erregte und Enthusiasten darauf hoffen ließ, den Wagen als Modell zu besitzen. Die Gelegenheit dazu bietet nun Audi Tradition: Eine limitierte Auflage von 1000 Stück wurde im Maßstab 1:43 aufgelegt und ist ab sofort über den Museumsladen des Audi museum mobile zu beziehen.

Über 40 Jahre stand der letzte Horch auf einem Autofriedhof in Texas – die großen Plüschsitze weit aufgerissen, der Dachhimmel zerfetzt, mit einer „goldenen“ Rostschicht überzogen. Dennoch vermittelte das Fahrzeug eine gewisse Erhabenheit. Das rostschorfige Blech hatte kaum an Substanz verloren. Man fühlte die Würde, mit welcher der einzige Horch, der je in Ingolstadt gebaut wurde, einst aus der Werkstatt rollte. Er sollte dem damaligen Chef der Auto Union GmbH, Dr. Richard Bruhn, treue Dienste leisten.

Die Geschichte des letzten Horchs begann 1953, als der Auto Union-Geschäftsführer ein repräsentatives Fahrzeug brauchte. So entwickelte die DKW Versuchsabteilung auf Basis eines Horch 830 BL von 1938 die Chauffeurslimousine. Im Juni wurde das Fahrzeug Dr. Bruhn überreicht.

Später kaufte ein in Deutschland stationierter US-Soldat das Unikat und nahm es mit in seine Heimat. Irgendwann streikte das Getriebe und er gab den Wagen auf. Al Wilson, ein Autoliebhaber aus San Angelo, Texas, rettete den Horch schließlich vor der Schrottpresse. Er wusste mit der Marke Horch zwar nichts anzufangen, spürte aber, dass es sich um ein besonderes Fahrzeug handelte. So zahlte der frühere Leiter einer Schuhfabrik 500 Dollar, um den Wagen mitzunehmen.

Nun begann die Recherchearbeit. Er wandte sich nach Ingolstadt, an das Deutsche Museum in München und an den Experten Dr. Kirchberg in Dresden – aber niemand kannte das Auto. Dennoch behielt Al Wilson den Wagen und ließ ihn 40 Jahre auf seinem Anwesen in Texas stehen, wo er auch andere Fundstücke sammelt. Die Söhne des Texaners nahmen die Recherchearbeit wieder auf und schließlich erkannte Ralf Hornung, der bei Audi Tradition für den Ankauf und die Restaurierung von Fahrzeugen zuständig ist, das Auto: „Die Fotos zeigten eindeutig den Bruhn-Wagen, der Jahrzehnte verschollen war.“ Hornung flog unverzüglich nach Texas. Dort war Al Wilson zum Verkauf bereit: „Der Horch gehört nach Hause."

Jetzt gibt es den letzten Horch auch als Modell in seinem unrestaurierten Zustand. Marc Hufenbecher, bei Audi Tradition für die Entwicklung von Modellautos verantwortlich: „Wir hatten enorm viele positive Reaktionen aus der Modellauto-Szene. Dem Wunsch, das Auto in seiner Unberührtheit als Modellauto aufzulegen, sind wir deshalb gerne nachgekommen.“ Das auf 1000 Stück limitierte Modell ist im Maßstab 1:43 aufgelegt, wurde von den Spezialisten von Provence Moulage aus hochwertigem Resine gefertigt und ist zum Preis von 49 Euro erhältlich.

Zu beziehen ist der letzte Horch en Miniature im Museumsladen des Audi museum mobile im Audi Forum Ingolstadt (www.audi.de/museumsshop).

Wer sehen will, wie das Auto aufgefunden wurde, hat dazu die Möglichkeit in Audi TV, ein Kamerateam begleitete Audi Tradition in Texas (http://tv.audi.de). Suchbegriff: Der letzte Horch.

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