Pressemitteilung

Ingolstadt, 02.06.2010

Audi travolution: Effizient durch die Stadt

  • Kommunikation zwischen Ampeln und Autos senkt Emissionen
  • Audi präsentiert Weiterentwicklungen im Projekt travolution
  • Testfahrten für Journalisten und Verkehrsplaner in Ingolstadt

Audi travolution - Ampelphasenassistent

Hocheffiziente Automobile auf die Straße zu bringen – auch dafür steht Vorsprung durch Technik. Die Entwickler von Audi denken dabei ganzheitlich und nehmen das Gesamtsystem Straßenverkehr ins Visier: Im Projekt travolution konzipieren sie ein Verfahren für den Dialog von Automobilen und Ampelanlagen. So reduzieren sie Haltezeiten, Beschleunigungsphasen und damit den Kraftstoffverbrauch. Journalisten und Verkehrsplaner testen heute travolution bei Demonstrationsfahrten in Ingolstadt.

Die Wirkung von travolution war sofort durchschlagend: Bereits in der ersten Projektstufe 2006 ging der Kraftstoffverbrauch durch verringerte Haltezeiten an Ampeln um 17 Prozent zurück. Über ein Jahr gerechnet bedeutet das eine Einsparung von etwa 700.000 Liter Benzin. Dieser Erfolg beruht auf einem neuen, adaptiven Berechnungs-Algorithmus, der die Ampelanlagen in Ingolstadt steuert. Entwickelt hat ihn Audi gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Hochschulen und Wirtschaft.

Heute versetzt Audi durch Weiterentwicklungen im Projekt travolution die Ampel­anlagen bereits in die Lage mit Fahrzeugen direkt zu kommunizieren. Dies erfolgt über Wireless LAN und UMTS und wird derzeit mit 15 Testfahrzeugen und 25 Ampelanlagen im realen Straßenverkehr der Donaustadt erlebbar gemacht.

Die Ampelanlagen senden dabei Daten, die graphisch aufbereitet im Display des Fahrerinformationssystems erscheinen. Sie informieren den Fahrer beispielsweise darüber, welche Geschwindigkeit er einhalten muss, um an der nächsten Ampel grünes Licht zu haben. Die Geschwindigkeitsregelung für bestmöglichen Verkehrsfluss kann der Fahrer dabei komfortabel über die Temporegelung adaptive cruise control (ACC) an das Steuergerät im Fahrzeug delegieren.

Zeigt die Ampel rot, unterrichtet sie den wartenden Fahrer über den Bordcomputer, wann sie wieder auf Grün schalten wird. Fährt der Fahrer auf eine gelbe oder rote Ampel zu, erhält er über ein optisch-akustisches Signal oder über einen kurzen Bremsruck einen Hinweis.

Mit einem derart vernetzten Automobil verringert der Fahrer seine Haltezeiten und senkt seinen Kraftstoffverbrauch um 0,02 Liter pro vermiedenem Ampelstopp und anschließender Beschleunigung. Darin verbirgt sich ein großes Potenzial: Kommt die neue Technologie in Deutschland flächendeckend zum Einsatz, lassen sich damit circa 2 Millionen Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Das entspräche einer Verringerung des Kfz-bedingten CO2 – Ausstoßes im Stadtverkehr von etwa 15 Prozent.

Zusätzlich bietet das System travolution die Möglichkeit, beim Tanken und beim Parken online zu bezahlen. Das Automobil kommuniziert mit den jeweiligen stationären Einrichtungen an Tankstelle und Parkhaus. Die Gebühr wird automatisch nach Bestätigung im Multimedia-Interface MMI von der Kredit- oder Kundenkarte abgebucht.

Um die Fortschritte der Entwicklungsarbeit von travolution vorzustellen, zeigt Audi Journalisten und Verkehrsplanern bei Vorträgen und Demonstrationsfahrten in Ingolstadt am 2. Juni das Potenzial, das die Vernetzung des Automobils mit der Verkehrsinfrastruktur bietet.

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