Pressemitteilung

Ingolstadt, 10.06.2010

Deutsche Automobilhersteller gründen mit weiteren Partnern das Forschungsnetzwerk „Trauma-Biomechanik“

Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen bauen mit ihrer Beteiligung am Forschungsnetzwerk „Trauma-Biomechanik“ ihr Engagement in der Fahrzeugsicherheit aus.

Viele Innovationen im Bereich der Fahrzeugsicherheit, die mittlerweile weltweit zum Standard gehören, wurden in Deutschland erfunden oder maßgeblich weiterentwickelt. So lief das erste Serienfahrzeug mit einem Fahrer-Airbag in Deutschland vom Band. Und selbst die inzwischen selbstverständliche Knautschzone fand zuerst bei einem deutschen Fahrzeug Anwendung. Um diesen Vorsprung auch in Zukunft zu sichern, bedarf es einer ständigen Verbesserung der Fahrzeugsicherheit. Das gilt insbesondere im Zusammenhang mit aktiven Sicherheitssystemen und neuen Elektro-Fahrzeugen, die veränderte Bedingungen schaffen und so neue Forschungsmethoden erfordern.

Um eine optimale Verletzungsprävention erreichen zu können, sind Kenntnisse über die Entstehung von Verletzungen notwendig. Eine solche Wissensbasis und das notwendige Wissensmanagement sollen im Forschungsnetzwerk „Trauma-Biomechanik“ aufgebaut werden. Dies erfordert die Zusammenführung von unterschiedlichen Wissensgebieten, dem der Medizin und der Ingenieurswissenschaft.

Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen werden im Forschungsnetzwerk „Trauma-Biomechanik“ durch die gemeinsam in 2002 gegründete Gesellschaft der „Partnership for Dummy Technology and Biomechanics“ (PDB) vertreten.

„Detailliertes Wissen über Verletzungsmechanismen durch biomechanische Forschung ist Grundlage für die Reduzierung des Verletzungsrisikos von Fahrzeuginsassen und Verkehrsteilnehmern“, erklärt Klaus Bortenschlager, Geschäftsführer der Partnership for Dummy Technology and Biomechanics (PDB). „Das Netzwerk soll eine Informationsplattform einrichten, Forschungsthemen identifizieren und den Wissenstransfer über Fachgrenzen hinaus fördern“, sagt Bortenschlager, der mit PDB bereits seit 2002 die Erfahrung und Kompetenz auf dem Gebiet der Dummytechnik/Biomechanik der fünf Hersteller bündelt, um Grundlagen für die Realisierung hoher Sicherheitsstandards zu schaffen.

Einen wichtigen inhaltlichen Schwerpunkt wird dabei die Computersimulation des menschlichen Körpers bilden. Das Forschungsnetzwerk „Trauma-Biomechanik“ wird dazu das Wissen unterschiedlicher Arbeitsgebiete bündeln und damit die vorhandene Kompetenz im Bereich der Berechnung, Analyse und Visualisierung von Verletzungsvorgängen ausbauen.

Bei der offiziellen Gründungsfeier am 11. Juni werden die deutschen Automobilhersteller darlegen, wie sie durch eine Verbesserung der Kommunikation, Information und Koordination zwischen Industrie, öffentlicher Hand und Forschungseinrichtungen die Fahrzeugsicherheit weiter vorantreiben wollen. Neben den fünf Herstellern gehören die Bundesanstalt für Straßenwesen, das Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Abteilung Unfallchirurgie der Universität Regensburg und die Fakultät Maschinenbau der Hochschule Regensburg zu den Gründungsmitgliedern des Forschungsnetzwerks.

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