Pressemitteilung

Ingolstadt/Red Bull Ring, 04.06.2011

Stimmen nach dem Qualifying auf dem Red Bull Ring

Zwei Audi-Piloten starten auf dem Red Bull Ring in Spielberg (Österreich) aus der ersten Startreihe. Bei regnerischen Bedingungen eroberte Martin Tomczyk die Pole-Position vor seinem Markenkollegen Oliver Jarvis. Die Stimmen aus dem Audi-Lager nach dem Qualifying.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef)
„Dass war ein ganz schwieriges Qualifying. Dass wir am Ende drei Autos in den Top vier hatten, war eine kleine Entschädigung für den schlechten Beginn des Qualifyings. Unsere drei Jungs, die in Q4 gekommen sind, haben bei schwierigen Bedingungen eindrucksvoll gezeigt, dass sie die Autos perfekt beherrschen. Edo (Mortara) hatte etwas das Pech, dass es noch einmal zu regnen begonnen hat, als er rausgefahren ist. Er hätte es sonst vielleicht sogar in die erste Startreihe geschafft. Ich freue mich für Martin (Tomczyk), Edo (Mortara) und Oliver (Jarvis), der gezeigt hat, dass ihn einige vielleicht zu unrecht abgeschrieben haben.“

Martin Tomczyk (Schaeffler Audi A4 DTM), Startplatz 1
„Unter so schwierigen Bedingungen die Pole-Position zu holen, macht mich noch ein bisschen glücklicher als sonst. Es war wirklich nicht leicht, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – vor allem auch mit den richtigen Reifen und den richtigen Luftdrücken. Da gehört ein bisschen Erfahrung vom Team dazu. Und der Fahrer muss es richtig einschätzen können. Es war ein toller Tag heute. Ich freue mich sehr, auf der Pole zu sein.“

Oliver Jarvis (Audi Sport performance cars A4 DTM), Startplatz 2
„Ich bin glücklich. Wir hatten einen Testtag und haben einen großen Fortschritt gemacht. Das Team, der Ingenieur und ich arbeiten nun noch besser zusammen. Wir waren auch im Trockenen konkurrenzfähig. Das Ergebnis ist toll. Die ersten beiden Rennen waren charakterbildend. Ich habe mir viele Fragen gestellt. Einige Leute haben an mir gezweifelt. Es tut gut, hier einigen Zweiflern zu beweisen, dass sie falsch lagen. Aber wir haben noch viele Rennen, wir müssen uns weiter verbessern. Ich hoffe, dass wir zeigen können, das wir ein neues Auto verdient haben und um einen Podiumsplatz oder den Sieg kämpfen können.“

Edoardo Mortara (Playboy Audi A4 DTM), Startplatz 4
„Ich habe gemischte Gefühle. Nach Q3 lagen wir auf Rang eins und wir hatten ein sehr gutes Auto. Heute wäre die Pole-Position möglich gewesen. Aber es begann wieder zu regnen, als ich auf der Strecke war. Das war etwas unglücklich. Aber wir sind zufrieden. Denn es ist meine beste Position im Qualifying, eine schöne Überraschung in Österreich. Ich fahre gerne im Regen und bin für das Rennen optimistisch. DTM-Rennen sind schwer, aber wir haben ein gutes Autos für trockene Bedingungen und auch für Regen.“

Mike Rockenfeller (E-POSTBRIEF Audi A4 DTM), Startplatz 5
„Platz fünf war bei diesen Wetterbedingungen nicht so schlecht. Es wäre etwas mehr möglich gewesen, doch ich habe es nicht ganz hinbekommen. Aber die Umstände gelten für jeden. Am Ende mit sieben Tausendstel herauszufliegen, ist ja schon relativ viel im Vergleich zu Hockenheim – da haben mir nur zwei Tausendstel gefehlt ... Ich bin zufrieden und denke, wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Am Ende gehört auch ein kleiner Tick Glück dazu. Jetzt warten wir einmal ab, was das Wetter am Sonntag macht. Bis jetzt war es sehr durchwachsen an allen Tagen.“
 
Timo Scheider (AUTO TEST Audi A4 DTM), Startplatz 7
 „Das Auto war in Q3 ganz gut. Wir waren mit dem ersten Satz Regenreifen gut dabei. Wir haben uns entschieden, einen neuen Satz Reifen zu holen, weil es immer mehr abtrocknete. Aber der Satz fing leider nicht an zu arbeiten. Das war also die falsche Entscheidung, wie wir jetzt wissen. Aber wie heißt es so schön: Nachher ist man immer schlauer. Wir wussten gleich, dass die Audi-Jahreswagen hier stark sein würden. Ehrlich gesagt gab es sogar schon die ersten Stimmen vor dem Wochenende von uns Fahrern, die gesagt haben: Wenn die Jungs es einigermaßen hinbekommen, stehen sie vor uns. Ich jedenfalls freue mich, endlich mal auf ‚Semi-Heimboden’ in Österreich ein Rennen zu fahren. Die Zuschauerzahlen werden ganz toll sein. Ich bin schon gespannt auf Sonntag.“

Filipe Albuquerque (TV Movie Audi A4 DTM), Startplatz 11
„In der allerletzten Runde habe ich mich in der ersten Kurve verbremst und konnte mich nicht verbessern. Es war sehr eng, es ging wieder einmal nur um Zehntelsekunden. Im Rennen kann bei solchen Bedingungen alles passieren. Ein Platz unter den Top Ten wäre schön. Aber Punkte wären natürlich schöner.“

Rahel Frey (Glamour Audi A4 DTM), Startplatz 16
„Ich bin nicht ganz happy. Wir waren heute morgen im Regen wirklich schnell unterwegs, auch im Trockenen konnte ich einen Schritt vorwärts machen und habe hier den Anschluss ans Feld gefunden. Im Qualifying ging unser Poker jedoch nicht ganz auf. Ich habe versucht, auf den Slicks noch eine Runde zu fahren, aber die Strecke war schon zu nass. Ich habe auf Regenreifen gewechselt, aber ich konnte mich nicht so schnell anpassen.“

Miguel Molina (Red Bull Audi A4 DTM), Startplatz 17
„Wir haben zu viel riskiert. Wir haben bei einsetzendem Regen versucht noch einige Runden auf Slicks zu drehen. Ich bin in der Boxeneinfahrt geradeaus in die Mauer gerutscht. Danach haben wir es mit Regenreifen versucht. Aber das Auto war beschädigt. Außerdem habe ich meinen Rhythmus nicht gefunden. Schade, denn heute Morgen war unsere Performance richtig gut.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM), Startplatz 18
„Es war trocken und wir sind mit Slicks herausgefahren. Am Anfang hat es nur genieselt. Und der Regen ist aus dem Auto heraus nur schwer einzuschätzen. Auf dem Weg zur Box war ich ganz langsam, aber auf dem neuen Asphalt in der Boxeneinfahrt hatte ich trotzdem Aquaplaning und bin in die Leitplanke gerutscht. Ich fahre eigentlich gerne, wenn die Bedingungen schwierig sind, denn man kann dort einiges gewinnen. Aber auf dem Weg zur Box gewinnt man nichts, das war bitter.“

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): „Es gab Höhen und Tiefen für uns. Leider haben wir am Red Bull Ring gleich zu Beginn unsere beiden Red-Bull-Autos verloren. Umso mehr freut mich die Leistung von Oliver Jarvis. Er ist zurück und hat eine super Leistung gezeigt. Es war alles sehr verrückt und sehr eng am Schluss – trotz des großen Regens. Für Audi kann man sehr zufrieden sein mit Startplatz eins und zwei. Ich hoffe, dass wir am Sonntag ein spannendes Rennen mit ebenso vielen Ungewissheiten wie im Qualifying sehen. Dann werden die vielen Zuschauer, die wir erwarten, voll auf ihre Kosten kommen.“

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): „Wenn man die Pole-Position hat, muss man wirklich zufrieden sein. Wir haben alles so vorbereitet, dass Martin (Tomczyk) die Möglichkeit hatte, es auf der Strecke umzusetzen. Das hat er perfekt gemacht. Rahel (Frey) war bei einsetzendem Regen leider mit Slicks draußen. Sie hätte vielleicht eine Runde früher reinkommen müssen. Dann wären vielleicht Q2 beziehungsweise Q3 möglich gewesen. Danach hat es zu stark geregnet und sie konnte sich nicht mehr verbessern. Aber wir sind mit ihr ganz nah dran. Meistens hat sie hier Susie (Stoddart) hinter sich gelassen. Jetzt liegen sie knapp hintereinander. Vielleicht werden wir das im Rennen drehen können. Insgesamt ist es sehr schön, nach so vielen Jahren wieder am Red Bull Ring zu sein. Man sieht es auch an den Fans. Sie kommen in Strömen. Dann macht es richtig Spaß für uns alle.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): „Ich bin sehr glücklich. Im dritten Rennen nur denkbar knapp an der Pole vorbei zu schrammen, war schon klasse von Edo (Mortara). Kompliment an ihn und an die Mannschaft. Sie waren das ganze Wochenende vorn dabei. Da er in Q3 die schnellste Runde gefahren ist, wurde er als Letzter in Q4 geschickt. Da aber hat es leider wieder stärker geregnet. Daraus kann man keinem einen Vorwurf machen. Gratulation an die ganze Mannschaft. Bei Filipe (Albuquerque) wäre auch mehr drin gewesen. Aber im Regen lagen die Zeiten ganz knapp beisammen. Bereits im Trockenen waren es am Freitag nur zwei Zehntel für die ersten 13 Autos. Filipe fehlten jetzt nur eineinhalb Zehntel auf die vorderen Plätze.“
 
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