Pressemitteilung

Ingolstadt, 05.06.2011

Motorsport-Newsletter 12/2011: WM-Status für die Sportprototypen

  • ACO und FIA schaffen Langstrecken-Weltmeisterschaft
  • Neues Betätigungsfeld für den Audi R8 LMS
  • Tom Kristensen im Dienst der Sicherheit im Einsatz

Gleich zwei neue WM-Prädikate hat der Automobil-Weltverband FIA am Freitag verkündet, die für Audi von Bedeutung sind. Und in Österreich machte Audi mit der DTM am Red Bull Ring, dem R8 LMS am Wörthersee, mit einer Fahrsicherheits-Demonstration in Teesdorf sowie an der Technischen Universität Graz auf sich aufmerksam.

WM-Status für die Sportprototypen: Der Motorsport-Weltrat der FIA hat am Freitag einen für Audi und Sportwagen-Fans wichtigen Beschluss veröffentlicht. Der Intercontinental Le Mans Cup (ILMC), den Audi mit dem R18 TDI bestreitet, erhält in der Saison 2012 einen WM-Status. Zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft, die in Kooperation mit dem Le-Mans-Veranstalter ACO (Automobile Club de l’Ouest), geschaffen wird, zählen auch die 24 Stunden von Le Mans.

Weltweite GT-Klasse: Kunden, die auf den Audi R8 LMS setzen, erhalten in der Saison 2012 ein zusätzliches Betätigungsfeld. Der Weltverband FIA hat eine neue „GT World Class“ angekündigt, in der GT-Fahrzeuge der bisherigen GT1-, GT2- und GT3-Kategorien in einer einzigen Klasse um den GT-Weltmeistertitel kämpfen sollen.

DTM an der Hochschule: Direkt im Anschluss an das DTM-Rennen auf dem Red Bull Ring reisten zwei Audi-Werksfahrer und ein Ingenieur nach Graz. Ihr Ziel: das Institut für Fahrzeugtechnik (FTG) der Technischen Universität Graz. Mattias Ekström, Martin Tomczyk sowie Markus Michelberger, der Renningenieur von Miguel Molina, berichten am Montag frisch aus dem Rennalltag der DTM. Sie sprechen vor Prof. Dr. Wolfgang Hirschberg, dem Leiter des Instituts, sowie dem Fachpublikum des FTG.

Blick hinter die Kulissen: 30 Kinder von der Kinderkrebsstiftung Graz besuchten Audi bei der DTM auf dem Red Bull Ring. In der Box des Audi Sport Team Abt Sportsline erhielten sie nach dem Qualifying eine individuelle Führung. Anschließend trafen sie ihr Idol Timo Scheider. Der in Österreich lebende Deutsche erfüllte gerne alle Autogrammwünsche.

Flüssiger Preis: Wiederum nahm das Audi Sport Team Abt Sportsline die Auszeichnung für den schnellsten Boxenstopp in der DTM entgegen. Am Freitag freute sich die Mannschaft von Mattias Ekström über drei Kisten Bier von Reifenpartner Hankook.

Eigene Kurve: Auf dem neuen Red Bull Ring hat Audi eine eigene Kurve. „Turn 4“, die gut einsehbare erste Linkskurve der wiedereröffneten Rennstrecke, trägt ab sofort den Namen „Audi ultra Kurve“.

DTM-Stars on Tour: Eine Runde mit Mountain Bikes der G. Grill Großhandels-GmbH aus Kapfenberg drehten Mike Rockenfeller und Martin Tomczyk auf dem Red Bull Ring. Die beiden Audi-Werksfahrer erklärten dabei Journalisten und Gästen von Audi die wiedereröffnete Rennstrecke in der Steiermark.

Stürmer im A4 DTM: Unter den Gästen des Volkswagen-Konzerns beim DTM-Rennen in Spielberg war Christina Stürmer. Die österreichische Sängerin nutzte die Stippvisite zu einer Renntaxifahrt im Audi A4 DTM. Auch der österreichische Skirennläufer Klaus Kröll und der ehemalige Innenminister Österreichs Karl Schlögl durften auf der Beifahrerseite des A4 DTM Platz nehmen. Alle drei zeigten sich davon begeistert, was Rennfahrer leisten.

A1 sorgt für Aufsehen: Mit dem 370 kW (503 PS) starken Showcar A1 clubsport quattro hat Audi auf der 30. Ausgabe der Wörtherseetour 2011 für Aufsehen gesorgt. Das Einzelstück macht den Eindruck, als würde es auf dem Weg zum ersten Roll-out auf der Rennstrecke gerade frisch lackiert aus der Werkstatt kommen. Als Straßenauto für die Rennstrecke ausgelegt, werden viele Features aus dem A1 clubsport quattro bald im Zubehörprogramm der A1-Familie wiederzufinden sein. Auch ein Audi R8 LMS in den Farben von Audi Sport performance Cars sorgte am Wörthersee für Aufmerksamkeit.

Sicherer Botschafter: Tom Kristensen warb am vergangenen Dienstag als eSafety-Botschafter für die eSafetyChallenge 2011 in Österreich. Der Audi-Werksfahrer trat vor mehr als 300 Delegierten und Medienvertretern auf. Im ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum in Teesdorf demonstrierte er am Steuer eines Audi A7 die Wirkungsweise modernster Sicherheitssysteme. Sie entlasten den Fahrer bei Notbremsungen, Überhol- und Ausweichmanövern und helfen, Leben zu retten.

Am Wochenende feierte der Audi R8 LMS mit Importeurs- und Kundenteams Podiumsplätze in verschiedenen nationalen Meisterschaften. Beim zweiten Lauf zur Schwedischen GT-Meisterschaft in Mantorp Park belegte Jan Brunstedt im Audi R8 LMS des Teams Brunstedt den zweiten Rang. Bis zur Schlussphase hatte der R8 LMS des Teams Alfab mit Daniel Roos/Erik Behrens in Führung gelegen, fiel aber acht Minuten vor Ende durch einen Reifenschaden weit zurück.

Einen zweiten Rang feierte der Audi R8 LMS im Samstagsrennen der Italienischen GT-Meisterschaft in Misano. Marco Bonanomi und Andrea Sonvico überquerten die Ziellinie als Zweite und verwiesen ihre Kollegen aus dem Audi Sport Italia, Alessandro Cicognani und Alberto Cola, mit einem Vorsprung von 0,252 Sekunden auf Rang drei. Im zweiten Durchgang am Sonntag belegten Marco Bonanomi und Andrea Sonvico den dritten Rang und behaupteten damit weiter ihre Meisterschaftsführung.

Den dritten Saisonlauf der Portugiesischen GT-Meisterschaft in Braga beendeten César Campaniço und Ni Amorim im Audi R8 LMS des Teams NovaDriver Total mit zwei zweiten Plätzen.

Einen Podiumsrang erzielte der Audi R8 LMS auch in der Dutch Supercar Challenge in Assen: Robert de Graaf und Ardi van der Hoek (Brinkmann Motorsport) belegten im zweiten Lauf den dritten Rang.  

Nachgefragt bei ... Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich

Der Intercontinental Le Mans Cup bekommt 2012 einen WM-Status. Wie steht Audi dazu?
Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Audi engagiert sich seit 1999 bei den Sportprototypen und den 24 Stunden von Le Mans. Seitdem haben wir uns konsequent dafür stark gemacht, dass es eine weltweite Rennserie für diese besonders faszinierende Form des Motorsports gibt – stets mit dem Fernziel einer Weltmeisterschaft. Nach ALMS und LMS war die Schaffung des Intercontinental Le Mans Cup durch den ACO im vergangenen Jahr der erste große Schritt in diese Richtung, der nun mit der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft konsequent fortgesetzt wird. Unsere Aktivitäten mit dem R18 TDI werden dadurch weiter aufgewertet.

Welche Vorteile hat die Langstrecken-Weltmeisterschaft gegenüber der Formel 1?
Audi hat sich ganz bewusst gegen die Formel 1 und für die Sportprototypen entschieden. In Le Mans und in der Langstrecken-Weltmeisterschaft können wir neue Technologien im harten Wettbewerb auf der Rennstrecke auf den Prüfstand stellen, die später auch in unseren Serienautos von Relevanz sind. 2001 haben wir die Kombination von Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung in Le Mans erfolgreich eingeführt – heute ist die TFSI-Technologie beim Downsizing der Motoren in der Serie zum Einsatz. Der von Audi erfundene TDI wird mithilfe der Langstrecken-Rennen weiterentwickelt. Insgesamt stecken in unserem neuen Audi R18 TDI zahlreiche innovative Details, die später auch für den Einsatz in der Serie interessant sind.

Wie steht Audi zur Schaffung einer weltweiten Klasse für GT-Fahrzeuge? Was bedeutet das für den Audi R8 LMS?
Es ist prinzipiell ein Problem des heutigen Motorsports, dass es zu viele ähnliche Rennserien gibt. Deshalb ist ein solcher Schritt begrüßenswert. Der GT-Sport ist durch die eingesetzten sogenannten „Supersportwagen“ („Dream Cars“) schon jetzt eine sehr attraktive Form des Rennsports, die durch eine weltweit einheitliche Klasse für GT-Fahrzeuge zweifelsohne weiter gestärkt wird. Unsere Kunden, die den R8 LMS einsetzen, werden davon ebenfalls profitieren. Die Einsatzmöglichkeiten für den R8 LMS werden dadurch noch vielfältiger und schaffen einen weiteren Anreiz, neue Kunden für unser Kundensport-Fahrzeug zu begeistern. Das ist erfreulich.

Termine der nächsten Woche

11.06. Nürburgring (D), 5. Lauf VLN-Langstrecken-Meisterschaft
12.06. 24h Le Mans (F), 3. Lauf ILMC
12.06. Zolder (B), 3. Lauf ADAC GT Masters

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