Pressemitteilung

Ingolstadt, 11.09.2011

Der Slaby-Beringer Elektrowagen – Innovativ und revolutionär zu seiner Zeit

Slaby-Beringer Elektrowagen

Der Slaby-Beringer Elektrowagen von 1919 war innovativ und revolutionär zugleich. Dies trifft auch auf den neuen Audi urban concept zu, der die Elektromobilität für das zukünftige urbane Umfeld konsequent beschreibt. Mit Audi ultra-Technologie ermöglicht er nicht nur eine effiziente Fortbewegung sondern auch sportliche Fahrleistungen.

Dr. Rudolf Slaby hatte sich im Jahr 1919 einen kleinen elektrisch angetriebenen Wagen zum Privatgebrauch gebaut. Reges Interesse an dieser Konstruktion ließ ihn zusammen mit Hermann Beringer ein Unternehmen gründen um diesen Kleinwagen in Serie zu produzieren.

Einen ersten Auftrag über 100 Fahrzeuge erhielt die in Berlin beheimatete Firma von Jörgen Skafte Rasmussen, dem Zschopauer Industriellen und Gründer der DKW-Werke. Schwierigkeiten mit Zulieferbetrieben und die beginnende Geldentwertung ließen Rasmussen um eine geleistete hohe Anzahlung fürchten und bewegten ihn dazu, sich zu einem Drittel an der SB-Automobilgesellschaft m.b.H. zu beteiligen.

Im ersten Geschäftsjahr zwischen 1.November 1919 und 31. Oktober 1920 wurden 257 Elektro-Einsitzerwagen hergestellt. Rasmussen erhielt davon 64 Wagen; die aus seiner ursprünglichen Bestellung von 100 Fahrzeugen überzähligen 36 Fahrzeuge kaufte die SB-Automobilgesellschaft zurück. 80 Fahrzeuge waren mit Levy-Motoren ausgerüstet, danach nahm die SB-Automobilgesellschaft die Herstellung eigener Elektromotoren auf.

Zunächst verfügte der Elektrowagen über eine zwölfzellige 24-Volt-Batterie. Ab 1921 zwang ein Auftrag aus Japan dazu, eine höhere Batteriekapazität anzubieten, die Zellenzahl wurde deswegen auf 18 vergrößert. Neben den 200 Fahrzeugen, die für Japan bestimmt waren und über eine Londoner Bank in “harter“ Währung abgerechnet wurden, verkaufte das Unternehmen im Inland weitere 137 elektrisch angetriebene Einsitzer und 77 Beiwagen zur Erhöhung der Ladekapazität.

Folgeaufträge aus Japan nahmen die gesamte Fertigungskapazität des Unternehmens in Anspruch. Mitte 1923 gelang es aufgrund der im Deutschen Reich herrschenden Inflation nicht mehr, die Anzahlungen von den Auslandskonten freizubekommen. Das Unternehmen stellte im Juli 1923 trotz hoher Lagerbestände und voller Auftragsbücher die Herstellung der Elektro-Ein- und -Zweisitzer vorübergehend ein.

Der Neuanfang im Herbst 1923 ging mit dem Angebot sowohl eines Elektrowagens als auch eines SB-Wagens mit DKW-Motorradmotor einher.

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