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Ingolstadt, 10.05.2012

Clean Green: Putzroboter

Schweißen, nieten, kleben – Roboter im hochtechnisierten Karosseriebau sind bekanntlich präzise, schnell und effizient. Inmitten dieser orange lackierten ‚Arbeiter‘ stehen zwei schneeweiße ‚Kollegen‘. Sie sind die Reinigungskräfte im Team.

Kokos-Sauer
Allein in der neuen Produktionshalle N 60 in Ingolstadt, dem Karosseriebau für die neue Generation des Audi A3, müssen jeden Tag rund vier Kilometer Fahrstraßen und Wege penibel gereinigt werden – schließlich ist Sauberkeit für die Arbeitspräzision absolute Pflicht. Und auch hier ist Umweltfreundlichkeit entscheidend: So besitzen die neuen Kehrmaschinen ein innovatives System aus Kokosbürsten, das auch ohne den Einsatz von Reinigungsmitteln und chemischen Zusätzen gründlich arbeitet.

An weiteren Ideen für eine energieeffiziente Sauberkeit fehlt es nicht: Derzeit werden erste Zugmaschinen mit Magneten an der Unterseite erprobt, die metallische Partikel und Teile automatisch einsammeln. Eine weitere Idee sind Roboter, die sich nach getaner Produktionsarbeit gegenseitig putzen …

Staub statt Kunst
„In jeder Woche sammeln diese beiden Roboter mehrere Kilogramm Staub“, erklärt Maximilian-Josef Wittmann aus dem Karosseriebau in Ingolstadt und Vater der Idee. Feinster Staub, der sich an den ‚Skids‘ genannten Schlitten ansammelt, die die Rohkarosserien tagtäglich durch die Anlagen fahren. „Bisher mussten die Monteure zusätzlich zu ihrer Arbeit die Skids am Wochenende säubern“, fährt Wittmann fort. Diese vorbeugende Wartung barg neben der körperlichen Mehrbelastung auch Gefahren: „Die Mitarbeiter haben während der laufenden Produktion gereinigt. Unser Ziel war daher eine permanente, automatische Lösung – für eine Entlastung unserer Mitarbeiter und eine saubere Produktion.“

Die passenden Maschinen fand Wittmann an ungewöhnlicher Stelle. Ende 2010 zauberten weiße Roboter in einer von Audi unterstützten Kunstaktion beim London Design Festival Lichtnachrichten in den Himmel. Nach dem Festival übernahm Wittmann zwei dieser Roboter und ließ sie an ihre neuen Arbeitsbedingungen anpassen. Dort, wo andere Roboter ihre Werkzeuge halten, sind die Putzroboter nun mit Bürsten und Staubsauger ausgestattet. Das fasziniert nicht nur die Besucher bei der Werksführung, sondern hilft auch, die Staubbelastung in der Luft zu reduzieren.

Füße abstreifen!
Sauberkeit im Produktionsbereich ist nicht nur für die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig, sondern absolut entscheidend für die Qualität der Produkte. Schmutz entsteht aber nicht in den Hallen, er wird meist von außen hereingebracht. Mitarbeiter können ihre Schuhe säubern, aber was macht man mit den Zugmaschinen und ihren Teile-Anhängern, die von draußen in die Hallen einfahren?

Auch hier hatte Maximilian-Josef Wittmann eine Idee: metergroße Fußabstreifer für die Gummiräder. Reifenreinigungsfelder heißen sie korrekt. Sie bestehen aus bis zu sechs mal acht Meter großen Edelstahlwannen, in denen sich Kunststoffborsten wie bei einer Zahnbürste bewegen. Energieverbrauch: null. Haltbarkeit: viele Jahre. Inzwischen sind die Reifenreinigungsfelder an mehreren Stellen in Ingolstadt im Einsatz, weitere Standorte aus dem Konzern haben sich schon nach den Details erkundigt.

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