Pressemitteilung

Ingolstadt/Sebring, 15.03.2013

Rekordrunde des Audi R18 e-tron quattro

  • Marcel Fässler gelingt neuer Qualifying-Streckenrekord in Sebring
  • Beide Hybrid-Rennwagen des Audi Sport Team Joest in Reihe eins
  • Insgesamt zehnte Pole-Position für Audi in Sebring

Oliver Jarvis (GB), Marcel Fässler (CH) und Benoît Tréluyer (F)

Der Audi R18 e-tron quattro sorgt bei seinem ersten Renneinsatz in den USA für Aufsehen: Beim Zeittraining für das 12-Stunden-Rennen in Sebring (Florida) unterboten beide Hybrid-Rennwagen des Audi Sport Team Joest deutlich den bisherigen Qualifying-Streckenrekord.

Im Cockpit der zwei Audi R18 e-tron quattro lieferten sich Marcel Fässler (CH) und Allan McNish (GB) am Freitagnachmittag im 15-minütigen Zeittraining ein enges Duell um den besten Startplatz. Am Ende setzte sich der Schweizer mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,009 Sekunden gegen seinen schottischen Teamkollegen durch. Der zweimalige Le-Mans-Sieger und amtierende Langstrecken-Weltmeister holte seine erste Pole-Position mit einem Le-Mans-Prototyp und die erste als Audi-Werksfahrer.

Fässler gelang in seiner vierten fliegenden Runde eine Zeit von 1.43,886 Minuten. Damit unterbot der Audi-Pilot die Bestzeit des konventionell angetriebenen Audi R18 TDI aus dem Vorjahr um fast zwei Sekunden – und auch den bisherigen Qualifying-Streckenrekord, den Marco Werner im Jahr 2007 mit dem Audi R10 TDI erzielt hatte (1.44,974 Minuten).

Fässler teilt sich beim vorläufig letzten Auftritt der LMP1-Sportwagen in Sebring das Cockpit eines Vorjahres-R18 mit Oliver Jarvis (GB) und Benoît Tréluyer (F). Lucas di Grassi (BR), Tom Kristensen (DK) und Allan McNish (GB) pilotieren die 2013er-Version des Audi R18 e-tron quattro, die in Florida ihr Renndebüt feiert und in ihrer aktuellsten Konfiguration am Montag erste Testrunden absolvierte. Ein Unfall von Allan McNish im Freien Training am Donnerstagvormittag kostete dabei wertvolle Streckenzeit.

Für Audi ist es die insgesamt zehnte Pole-Position bei bisher 14 Einsätzen in Sebring. Ebenso oft hat die Marke mit den Vier Ringen den US-Langstrecken-Klassiker gewonnen. In Turn 1 stellt Audi an diesem Wochenende vier seiner Sebring-Siegerwagen aus. Mit Frank Biela (D), Dindo Capello (I), Emanuele Pirro (I) und Marco Werner (D) sind neben den in Sebring aktiven Audi-Werksfahrern auch vier ehemalige Sebring-Sieger vor Ort.

Die 61. Auflage des 12-Stunden-Rennens in Sebring beginnt am Samstag um 10:30 Uhr Ortszeit (15:30 Uhr MEZ).

Stimmen nach dem Qualifying

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Das Qualifying war eine spannende Angelegenheit, weil unsere beiden Autos immer sehr eng beieinander lagen. Das Ergebnis ist eine gute Ausgangsposition für das Rennen, in dem wir aber sehen werden, dass die Abstände nicht so komfortabel bleiben. Die beiden Plätze in der ersten Startreihe sind ein schöner Lohn für den Einsatz der ganzen Mannschaft und gleichzeitig eine perfekte Motivation.“

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest): „Das Qualifying hat noch einmal gezeigt, was wir hier schon die ganze Zeit erleben: Wann immer unsere beiden Autos gemeinsam auf der Strecke sind, sehen wir einen Fight im Bereich von Hundertstelsekunden. Das ist schön und verspricht ein spannendes Rennen. Aber trotzdem müssen wir auf die Konkurrenz aufpassen, denn am Samstag kann es deutlich enger werden. Wir werden im Rennen ein paar Stunden brauchen, bis wir wissen, wie die Kräfteverhältnisse dann aussehen.“

Marcel Fässler (Audi R18 e-tron quattro #1): „Es war wirklich ein schönes Gefühl, aus dem Auto zu steigen und meinen Namen ganz oben auf dem Zeitenmonitor zu sehen. Es war wieder unheimlich knapp zwischen Allan (McNish) und mir – dieses Mal hatte ich am Ende die Nase vorn. Abgesehen von einem spannenden Qualifying ist das natürlich eine perfekte Ausgangsposition für das Rennen am Samstag.“

Oliver Jarvis (Audi R18 e-tron quattro #1): „Ich liebe den Motorsport in den USA. Ich hatte schon eine tolle Premiere in Daytona und erlebe mit der Pole-Position unseres Autos hier gleich das nächste Highlight. Aber noch haben wir eine Menge Arbeit vor uns. In einem 12-Stunden-Rennen kann so viel passieren – und das nicht nur mit Blick auf unser Schwesterauto, sondern auch auf die übrige Konkurrenz.“

Benoît Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro #1): „Einfach cool! Ich mag diese Strecke und die einmalige Atmosphäre hier in Sebring. Marcel (Fässler), Oliver (Jarvis) und ich fühlen uns zu dritt einfach wohl – im Auto genauso wie in der Box und abseits der Strecke. Es hat Spaß gemacht, Marcel beim Qualifying zuzuschauen. Er hat alles gegeben und ist dann mit einem breiten Grinsen aus dem Auto gestiegen.“

Lucas di Grassi (Audi R18 e-tron quattro #2): „Es ist mein erstes Rennwochenende in den USA überhaupt. Schon die ganze Woche war eine tolle Erfahrung und jetzt freue ich mich auf das Rennen. Es ist vorerst der letzte Auftritt von Audi hier in Sebring und deshalb eine ganz besondere Veranstaltung. Ich werde mein Bestes geben und bin glücklich, mit Allan (McNish) und Tom (Kristensen) zwei Teamkollegen zu haben, die mit Audi schon Geschichte geschrieben haben.“

Tom Kristensen (Audi R18 e-tron quattro #2): „Ich muss gestehen, dass schon ein bisschen Wehmut aufkommt, wenn ich an all die Jahre und Rennen denke, die wir hier in Sebring erlebt haben. Dieses Wochenende nehmen wir erst einmal Abschied. Vor uns liegt ein großes Rennen mit starker Konkurrenz, allen voran natürlich unser Schwesterauto. Uns fehlt ein bisschen Fahrtzeit vom Donnerstag, außerdem bin ich erst auf den letzten Drücker in Sebring angekommen – aber trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir eine gute Chance haben, beim letzten Auftritt von Audi zu gewinnen.“

Allan McNish (Audi R18 e-tron quattro #2): „Was für ein Qualifying! Wir sind zwar davon ausgegangen, dass es ein Zweikampf zwischen den beiden Audi wird, aber hätten nicht gedacht, dass es so eng ausgeht. Die Bedingungen auf der Strecke haben sich seit gestern immer weiter verbessert, so dass ich richtig pushen konnte.“

Die Startaufstellung in Sebring

1. Fässler/Jarvis/Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro) 1.43,886 Min.
2. di Grassi/Kristensen/McNish (Audi R18 e-tron quattro) 1.43,895 Min.
3. Prost/Heidfeld/Jani (Lola-Toyota) 1.46,456 Min.
4. Graf/Luhr/Dumas (HPD-Honda) 1.46,478 Min.
5. Beche/Cheng/Belicchi (Lola-Toyota) 1.46,689 Min.
6. Dyson/Smith/Leitzinger (Lola-Mazda) 1.48,407 Min.
7. Tucker/Franchitti/Briscoe (HPD-Honda) 1.51,159 Min.
8. Tucker/Hunter-Reay/Pagenaud (HPD-Honda) 1.51,271 Min.
9. Kimber-Smith/Zugel/Lux (Zytek) 1.51,366 Min.
10. Sharp/Cosmo/Brabham (HPD-Honda) 1.52,703 Min.

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