Pressemitteilung

New York /Ingolstadt, 03.05.2013

Audi Urban Future Initiative: Die Stadt als Testlabor für urbane Zukunfts-Mobilität

  • Extreme Cities Project 2050: Städte als Chance für Mobilität begreifen
  • Audi konkretisiert Gewinner-Vision des Award 2012 in Boston
  • Audi Vertriebschef Luca de Meo: „Wichtige Impulse für unsere Innovationsstrategie auf dem Weg zu nachhaltiger urbaner Mobilität“

Audi Urban Future Initiative: Extreme Cities Project Keynote Luca de Meo, Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG

Im Jahr 2050 werden sieben Milliarden Menschen in Städten leben: Welche Formen von Mobilität wird es geben? Und wie vernetzen sie sich? Diesen und anderen Fragen stellen sich die Audi Urban Future Initiative und die renommierte Columbia University beim „Extreme Cities Project“. Die Antwort: Fünf Hypothesen zu den Megacities der Zukunft. Daneben geht Audi mit dem City Dossier Boston der konkreten Gestaltung von intermodaler Mobilität nach. Beide Projekte präsentiert die Marke mit den Vier Ringen beim diesjährigen „Ideas City Festival“ des New Museum in New York (1. bis 4. Mai).

Im Fokus des „Extreme Cities Project“ der Audi Urban Future Initiative stehen die Megacities im Jahr 2050, wenn weltweit so viele Menschen in Städten leben wie heute in ganzen Nationen. Das Forschungsprojekt zeigt Chancen auf und plädiert dafür, die Stadt der Zukunft als Ressource zu begreifen. Wo konkret die innovativen Potenziale zukünftiger Urbanität liegen, zeigen fünf Hypothesen, die die Columbia University in Zusammenarbeit mit Audi entwickelt hat. Das Besondere an dieser Kooperation: Ein weltweit führendes Industrieunternehmen reflektiert gemeinsam mit einer weltweit führenden Ideenschmiede, die bis heute bereits mehr als 70 Nobelpreisträger hervorbrachte, die drängendsten Fragen der Zukunft.   

Ziel ist es, die Bedingungen urbanen Lebens ins Extreme zu treiben und damit vorherrschende Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen. „Wir haben fünf wesentliche Faktoren von Städten identifiziert, die wir analysieren und ausreizen. Wir betrachten diese Faktoren als die ureigensten Prinzipien urbaner Dichte, als Katalysatoren, durch die Städte entstehen und sich weiterentwickeln“, betont Mark Wigley, Dekan der Columbia Graduate School of Architecture, und Leiter des „Extreme Cities Project“. „Zusammen erklären sie, warum die Stadt eine so bemerkenswerte menschliche Erfindung ist.“

Die fünf Hypothesen „Demografie“, „Asymmetrische Mobilität“, „Komplexität“, „Migration“ und „Großzügigkeit“ präsentierte Luca de Meo, Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG, erstmals der Öffentlichkeit. „Das Projekt ist eine Art Langzeitradar für uns. Die Hypothesen zeigen uns die treibenden Kräfte in Städten der Zukunft auf. Hieraus zieht Audi Impulse für zukünftige Produkt- und Service-Entwicklungen“, unterstreicht Luca de Meo. „Damit leistet die gemeinsame Arbeit mit der Columbia University einen wichtigen Beitrag auf unserem Weg zu nachhaltiger Mobilität.“

Neben der strategischen Betrachtung von Megacities von morgen setzt Audi auch auf die konkrete Perspektive nachhaltiger Mobilitätskonzepte in Städten: Um den Audi Urban Future Award 2012, der im vergangen Jahr zum zweiten Mal verliehen  wurde, zu konkretisieren, bringt der Autohersteller die Gewinner Höweler + Yoon Architecture und Entscheidungsträger der Region Boston/Washington sowie Audi-Experten an einen Tisch. Gemeinsam diskutierten sie den aktuellen Stand des „City Dossier Boston“ – eine detaillierte gesellschaftliche, räumliche und technische Analyse der Stadt und des Großraums Boston mit Fokus auf Mobilität.

Die Erkenntnisse fließen direkt in Ansätze für ein mögliches Mobilitäts-Testlabor in Boston ein. Audi-Experten aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens, unter anderem Technische Entwicklung und Produktstrategie, analysieren, welche Innovationen und welches Know-how des Automobilunternehmens in ein Gestaltungskonzept für Boston einfließen könnten. „Wir untersuchen, wo es konkrete Anknüpfungspunkte mit Potenzial gibt, um Lücken in der Mobilitätskette zu schließen“, sagt Luca de Meo.

Beide Veranstaltungen finden parallel zum diesjährigen „Ideas City Festival“ des New Museum in New York statt, das Audi seit 2011 als Hauptsponsor begleitet. Spannende Debatten verschiedener Stakeholder aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung, Städteplanung und Architektur sollen die Arbeit von Städteplanern und Architekten inspirieren und die öffentliche Diskussion vorantreiben.

The Extreme Cities Project

Fünf Hypothesen für die Städte 2050

1. Asymmetrische Mobilität
Früher bedeutete „Von-A-nach-B-Kommen“, sich klar zu entscheiden. Ist es sinnvoller den Zug oder das Auto zur Verabredung am Abend zunehmen – oder doch lieber absagen und den Abend Zuhause verbringen, weil der Weg in die City einfach zu viel Zeit kostet. Bereits heute ist erkennbar, dass sich asymmetrische Mobilitätsmuster stetig ausweiten und damit Entscheidungen nicht länger getroffen werden müssen. Die Menschen nutzen vielfältige Transportmittel, um sich im Alltag zu bewegen und zusätzlich Dinge des täglichen Lebens zu erledigen. Während sie im Zug sitzen, arbeiten sie mit dem Smartphone E-Mails ab und nehmen mit Kopfhörern und Kamera an einer Videokonferenz am anderen Ende der Welt teil. Die Hypothese „Asymmetrische Mobilität“ unterstreicht, dass Mobilität im Jahr 2050 noch viel flexibler ist. Das Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern könnte in der Zukunft viel einfacher, effizienter und erlebnisreicher gestaltet sein.

2. KOMPLEXITÄT
Städte sind Orte, an denen unterschiedliche Klassen, ethnische Gruppen und multikulturelle Ideen aufeinander treffen. Sie alle sind durch die Stadt miteinander verbunden und nutzen gemeinsame Infrastrukturen und Technologien. Die Hypothese „Komplexität“ geht davon aus, dass dies eine ungeheure Konzentration an Wissen im urbanen Umfeld mit sich bringt. Würden beispielsweise heute die Ideen und Daten, welche zur Rushhour im Zentrum der Großstädte zusammen kommen, ausgetauscht, könnte sich ein hohes Maß an Kreativität ergeben. In den Megacities von morgen leben noch mehr Menschen denn je auf engem Raum zusammen. Hieraus ergibt sich zwangsläufig ein Mehr an Austausch und Innovationspotenzial.

3. MIGRATION
Städte entstehen aufgrund von Migration. Ihre Identität wird kontinuierlich durch den Zufluss von „Zugezogenen“ neu geformt. In 40 Jahren ist Migration nicht länger ein einmaliges Ereignis im Leben eines Menschen, sondern die Norm. Zukünftig werden Menschen häufig zwischen den Weltstädten umziehen. Heute leben wir zum Beispiel in Berlin und arbeiten von dort aus für eine Firma mit Sitz in den USA. 2015 kommt ein Jobangebot aus New York, 2020 ist es London, 2030 gehen unsere Kinder nach Asien und wir ziehen mit. Die klare Unterscheidung zwischen Zuhause und Unterwegs verschwimmt. Die Bewegungen zwischen den Städten und die Bewegungen innerhalb der Städte werden eine ähnliche Komplexität annehmen.

4. GROSSZÜGIGKEIT
Effizienz und Produktivität von Großstädten basieren unter anderem auf „Großzügigkeit“. Städtischer Raum fördert das Miteinander der Menschen. Es ist leicht in Kontakt zu treten und spontan Angebote wahrzunehmen. Das wiederum kann die Stadt selbst verbessern.  Die Zufälligkeit von zwischenmenschlichem Kontakt bringt neue Impulse und neue Ideen mit sich. „Extreme Städte“ gewinnen an Großzügigkeit, indem sie neue Formen des Miteinanders fördern: Wo heute im „Community Garten“ in kleinen Gemeinschaften Gärten angelegt werden, kann morgen ein Ort entstehen, der mit den geernteten Produkten die Nachbarschaft versorgt.

5. DEMOGRAFIE
Medizinischer Fortschritt und Gesundheitsvorsorge haben dazu beigetragen, die weltweite Lebenserwartung zu steigern und das Altersspektrum in den Städten zu erweitern. Im Jahr 2050 sind zwei Milliarden Stadtbewohner weltweit über 60 Jahre alt, das bietet ungeahnte Chancen. Bereits heute gehört es zum Stadtbild, dass ältere Menschen aktiv am Stadtleben teilnehmen. Dank flexibler sozialer und technischer Strukturen, wie zum Beispiel uneingeschränkter Zugang zu Gesundheitsversorgung, kulturellen Netzwerken und der Transfer von Wissen einer Generation auf die nächste, erhöht sich die Lebensqualität für alle Generationen. Die Stadt als Lebens- und Wohnraum wird gestärkt. In den Städten eröffnet sich der Zugang zu abwechslungsreichen Initiativen: Bildung, Gesundheitssystem, kulturellen Einrichtungen oder neuen Tätigkeitsfeldern. Das Leben in der Stadt hat altersübergreifend etwas zu bieten. Dies setzt kreative Energien frei, die Innovationen in Städten vorantreiben.

Die fünf Hypothesen im Original-Wortlaut der Columbia University sind zu finden unter: www.audi-urban-future-initiative.com/initiative/5-hypotheses.

Mehr Informationen zur Audi Urban Future Initiative sind auf der offiziellen Homepage www.audi-urban-future-initiative.com, unter  www.audi-mediaservices.com oder auf Facebook https://www.facebook.com/audiurbanfutureinitiative abrufbar.

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