Pressemitteilung

Ingolstadt/São Paulo, 31.08.2013

Audi im WEC-Qualifying zum dritten Mal vorn

  • Fässler/Lotterer/Tréluyer in São Paulo auf Startplatz eins
  • Duval/Kristensen/McNish komplettieren Reihe eins
  • Dritte Trainingsbestzeit in Folge nach Spa und Le Mans

Audi hat sich für den vierten Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) eine ideale Ausgangsposition verschafft. Die beiden Audi R18 e-tron quattro des Audi Sport Team Joest qualifizierten sich mit nur fünf Hundertstelsekunden Unterschied in Startreihe eins für das 6-Stunden-Rennen.

Audi hat sich für den vierten Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) eine ideale Ausgangsposition verschafft. Die beiden Audi R18 e-tron quattro des Audi Sport Team Joest qualifizierten sich mit nur fünf Hundertstelsekunden Unterschied in Startreihe eins für das 6-Stunden-Rennen.

Die beiden Audi-Fahrermannschaften lieferten sich einen spannenden Kampf um die besten Positionen in der Startaufstellung. Marcel Fässler (CH) traf bei seinen beiden Qualifying-Runden mit der Startnummer „1“ auf Teamkollege Loïc Duval (F) in der Nummer „2“, anschließend übernahmen Benoît Tréluyer (F) und Tom Kristensen (DK) die Cockpits. In der Summe der vier besten Rundenzeiten hatten zunächst die diesjährigen Le-Mans-Sieger mit 0,172 Sekunden Vorsprung die Nase vorn. Doch dann legte Tréluyer noch einmal nach und erreichte im Mittel aller Zeiten einen Vorsprung von 0,05 Sekunden vor dem Schwesterfahrzeug. Nachdem Duval zuletzt im Juni die Pole-Position in Le Mans errungen hat, gelang der Startnummer „1“ wie bereits im Mai in Spa der Sprung an die Spitze. Herausforderer Toyota belegte in São Paulo mit 0,277 Sekunden Abstand Platz drei im Zeittraining.

So knapp das Ergebnis des Samstags war, so wenig lässt es einen Rückschluss auf die Kräfteverhältnisse am Sonntag zu. Auf dem im Mittelsektor engen und relativ langsamen Kurs von Interlagos darf Audi unterhalb von 120 km/h reglementbedingt nicht das Hybridsystem des R18 e-tron quattro nutzen. Zudem erwartet das Audi Sport Team Joest einen zusätzlichen Boxenstopp im Vergleich zum stärksten Mitbewerber Toyota, da das Tankvolumen des Diesel-Hybridsportwagens ebenfalls reglementbedingt deutlich kleiner ausfällt.

Das 6-Stunden-Rennen in São Paulo beginnt am Sonntag um 12:00 Uhr Ortszeit. Der vierte Lauf zur WEC-Saison 2013 ist im Internet als Livestream auf www.audi-motorsport.com sowie auf www.fiawec.com zu verfolgen. Eurosport sendet in Deutschland eine Zusammenfassung des Rennens am Dienstag, dem 3. September, von 9.15 bis 9.45 Uhr.

Stimmen nach dem Qualifying

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef):
„Das Qualifying hat gezeigt, dass wir eine Fahrermannschaft besitzen, die auf einem sehr hohen und konstanten Niveau fährt. Ich freue mich sehr über die Startplätze eins und zwei – das war eine tolle Leistung. Aber am Sonntag wartet eine neue Aufgabe auf uns. Wir werden voraussichtlich einen Boxenstopp mehr als unsere Konkurrenten von Toyota einlegen müssen, da das Tankvolumen vor Le Mans noch einmal geändert wurde. Aber wir werden alles geben, um trotzdem ein gutes Ergebnis daraus zu machen.“

Chris Reinke (Leiter LMP): „Unsere Fahrer waren sehr konzentriert, die Autos haben sich perfekt präsentiert, das Team hat sehr gut gearbeitet. Das war ein sehr motivierender Start in das Wochenende. Wir sind gut vorbereitet und können es kaum erwarten, bis das Rennen beginnt.“

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest):
„Nach den Freien Trainings haben wir ein so knappes Qualifying erwartet. Die Plätze eins und zwei sind sehr gute Ausgangspositionen. Zudem hat sich das Auto Nummer „1“ mit der Bestzeit einen Punkt in der Fahrerwertung gesichert. Die Autos liefen gut, die Fahrer sind alle zufrieden. Tom Kristensen hatte zum Schluss einen kleinen Dreher und wollte noch einen weiteren Anlauf nehmen. Aber wir müssen an den Sonntag denken, denn die Reifen aus dem Qualifying sind auch für den Beginn des Rennens vorgeschrieben. Die Fans dürfen sich auf ein kurzweiliges Rennen freuen.“

Marcel Fässler (Audi R18 e-tron quattro #1): „Nur bei den 12 Stunden von Sebring war es in diesem Jahr im Qualifying noch etwas knapper zwischen unseren Autos. Am Ende zählt nur die Zeit, egal, wie gering der Abstand ist. Wichtiger als dieser Unterschied ist, dass wir in der Meisterschaftswertung einen Punkt gutgemacht haben. Ein kleiner Schritt in einer großen Aufholjagd!“

André Lotterer (Audi R18 e-tron quattro #1): „Ich kann mich wunderbar auf meine Teamkollegen verlassen. Die ganze Mannschaft hat erstklassig gearbeitet. Dass es so knapp ist, ist ein gutes Zeichen für beide Autos. Wichtig ist, dass wir vor Toyota bleiben. Ich hoffe, dass die Positionen morgen so bleiben werden ...“

Benoît Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro #1):
„Die Aufgabe war ganz schön schwierig. Marcel hat auf neuen Reifen erstklassige Arbeit abgeliefert. Ich war am Anfang nicht so zuversichtlich, weil ich auf andere Autos auflief und mein Auto deutlich untersteuerte. Am Ende sind mir dann doch ganz gute Runden gelungen. Wichtig ist, dass die Reifen für das Rennen in einem guten Zustand geblieben sind. Und am Sonntag geht es natürlich auch um Strategie. Es sieht gut aus, aber wir müssen unsere Konzentration wahren.“

Loïc Duval (Audi R18 e-tron quattro #2): „Positiv war, dass sich unser Audi R18 e-tron quattro sehr gut anfühlt. Ich war in meinen Runden wohl ein bisschen zu konservativ. Trotzdem waren die Zeiten nicht schlecht. Nun sind wir Zweite in der Startaufstellung, auch wenn wir lieber Erste gewesen wären. Aber wir sind ganz vorn mit dabei und absolut wettbewerbsfähig. Vor einem Jahr lag Toyota weit vor uns, jetzt sind wir vorn.“

Tom Kristensen (Audi R18 e-tron quattro #2): „Unser Auto lief gut und meine erste gezeitete Runde war schnell, die zweite leider nicht mehr ganz so gut. Als ich meine Zeit von 1.21,3 Minuten sah, wusste ich, dass Platz eins realistisch war. Aber leider kam ich in der ersten Kurve auf den linken Randstein und drehte mich. Ich ließ das Auto ausrollen und habe so die Reifen für das Rennen geschont. Glückwunsch an unsere Teamkollegen zu ihrer fehlerfreien Leistung.“

Allan McNish (Audi R18 e-tron quattro #2):
„Für Audi ist der geschlossene Auftritt in Startreihe eins fantastisch. Loïc und Tom haben leider nicht immer eine freie Runde erwischt. Wichtig ist, dass wir uns alle in unserem Audi R18 e-tron quattro wohlfühlen. Am Sonntag erwarte ich ein sehr hartes Rennen, denn Toyota war bisher im Rennen meist ein bisschen stärker als im Qualifying. Aber wir haben ein sehr gutes Auto für diese Aufgabe.“


Ergebnis Qualifying

1. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro) 1.21,303 Min.
2. Duval/Kristensen/McNish (Audi R18 e-tron quattro) 1.21,353 Min.
3. Buemi/Davidson/Sarrazin (Toyota) 1.21,580 Min.
4. Beche/Heidfeld/Prost (Lola-Toyota) 1.23,623 Min.
5. Conway/Martin/Rusinov (Oreca-Nissan) 1.27,355 Min.
6. Kaffer/Perez Companc/Minassian (Oreca-Nissan) 1.27,830 Min.
7. Baguette/Gonzalez/Plowman (Morgan-Nissan) 1.28,300 Min.
8. Jeannette/Wirdheim/Zugel (Zytek-Nissan) 1.28,318 Min.
7. Charouz/Holzer/Kraihamer (Lotus) 1.28,556 Min.
10. Brundle/Heinemeier Hansson/Pla (Morgan-Nissan) 1.28,577 Min.

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