Pressemitteilung

Ingolstadt, 11.10.2013

Audi will in Japan Weltmeister werden

  • Vier Ringe mit 69 Punkten Vorsprung in der Markenwertung
  • Japan starker Wachstumsmarkt mit enthusiastischen Fans
  • Dr. Wolfgang Ullrich: „Titelkampf in entscheidender Phase“

Audi ist in der Sportwagen-Saison 2013 noch immer unbesiegt: Alle fünf Läufe zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gingen an das Audi Sport Team Joest, dazu hat der Audi R18 e-tron quattro auch die 12 Stunden von Sebringgewonnen. Auf dem Kurs von Fuji in Japan kann Audi am 20. Oktober vorzeitig den Weltmeisterschaftstitel in der Markenwertung verteidigen.

Audi ist in der Sportwagen-Saison 2013 noch immer unbesiegt: Alle fünf Läufe zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gingen an das Audi Sport Team Joest, dazu hat der Audi R18 e-tron quattro auch die 12 Stunden von Sebring gewonnen. Zuletzt in Austin feierte die Mannschaft von Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich den 100. Gesamtsieg eines LMP-Rennwagens aus Ingolstadt und Neckarsulm. Nun steht der nächste sportliche Meilenstein bevor: Auf dem Kurs von Fuji in Japan kann Audi am 20. Oktober vorzeitig den Weltmeisterschaftstitel in der Markenwertung verteidigen.

Es war Liebe auf den ersten Blick: Japan liegt zwar rund 9.000 Kilometer von Deutschland entfernt, doch die Begrüßung, die Audi Sport vor einem Jahr beim ersten WEC-Gastspiel in Fuji erfuhr, war überwältigend. Gerade so, als seien Fahrer und Team in Japan zu Hause, wurden die Audi-Piloten und das Audi Sport Team Joest von einem enthusiastischen japanischen Publikum willkommen geheißen, am gesamten Wochenende um Autogramme gebeten und lautstark angefeuert. Auf der Haupttribüne bot eine Fangruppe bei jedem Boxenstopp ein akustisches Spektakel, das in Rhythmus und Lautstärke eher an eine Samba-Parade als an Motorsport erinnerte. 50.000 Fans besuchten das Rennen damals.

Zur großen Popularität der Mannschaft tragen gleich mehrere Audi-Werksfahrer bei, die viele Jahre ihrer Karriere in Japan verbrachten oder dort noch immer zu Hause sind: Tom Kristensen (DK) fuhr dort vier Jahre lang, sein Teamkollege Loïc Duval (F) ist seit 2006 im Land der aufgehenden Sonne aktiv und lebt in Tokio. Zusammen mit Allan McNish (GB), der früher als Testfahrer häufig in Japan war, führen sie die WEC-Fahrerwertung nach ihrem dritten Saisonsieg in Austin mit 33 Punkten Vorsprung an.

Ihre nächsten Verfolger sind die eigenen Teamkollegen. André Lotterer (D) ist seit 2003 in japanischen Rennserien engagiert und lebt in Tokio, sein Mitstreiter Benoît Tréluyer (F) verbrachte zwölf Jahre seiner Rennfahrer-Karriere auf dem Pazifik-Inselstaat. Einzig Marcel Fässler (CH) hatte bis zum WEC-Lauf in Fuji vor einem Jahr noch keinen Bezug zu Japan. Das hat die passionierten Fans jedoch nicht davon abgehalten, ihn mit Spruchbändern ebenso herzlich aufzunehmen wie seine Teamkollegen.

Abseits der Vorfreude sprechen auch die harten Fakten dafür, dass Japan ein wichtiges Rennen wird: Für Audi geht es bereits beim sechsten WM-Lauf um den ersten Weltmeisterschaftstitel in diesem Jahr. 69 Punkte beträgt der Vorsprung von Audi auf Toyota, bei den beiden verbleibenden Läufen nach Fuji werden noch insgesamt 52 Punkte vergeben. Eine Zielankunft ist also Voraussetzung, um sich vorzeitig den Titel zu sichern. Doch es geht um viel mehr: Nachdem Audi in Fuji im Vorjahr unterlegen war, soll der R18 e-tron quattro 2013 die Ziellinie als Sieger überqueren. Dabei trifft Audi auf zwei Rennwagen von Herausforderer Toyota.

Auch wirtschaftlich ist die Region Asien-Pazifik für die Marke mit den Vier Ringen wichtig. In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte Audi seinen Absatz in diesem Gebiet um 20,2 Prozent. Japan legte dabei mit plus 16,9 Prozent auf 21.400 Auslieferungen einen der stärksten Zuwächse unter den zehn größten Absatzmärkten der AUDI AG vor.

Das Renngeschehen am Fuß des Mount Fuji können die Fans auch via Internet verfolgen. Audi überträgt das Geschehen in einem Livestream auf www.audi-motorsport.com. Über die Audi Sport App, Twitter sowie Facebook stehen weitere Hintergrundinformationen zur Verfügung.

Themen des Wochenendes

-Kann Audi erstmals Toyota bei deren Heimspiel in Fuji besiegen?
-Steigt die Zahl der Zuschauer beim zweiten Japan-Gastspiel der WEC?
-Gelingt Loïc Duval/Tom Kristensen/Allan McNish im Titelkampf der nächste Schritt oder kommen Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer wieder näher heran?
-Wird Audi den Marken-Weltmeistertitel verteidigen?

Stimmen der Verantwortlichen

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Fuji wird für uns keine leichte Aufgabe sein, denn zum einen wird unser Herausforderer Toyota dort zwei Autos ins Rennen schicken und zum zweiten haben wir vor einem Jahr gesehen, dass uns die Strecke nicht so sehr liegt. Aber wir werden alles geben, um unsere Erfolgsserie fortzusetzen. Ich freue mich schon auf ein besonders populäres 6-Stunden-Rennen und das enthusiastische Publikum.“

Chris Reinke (Leiter LMP): „Wir haben bisher eine hervorragende Saison erlebt. Jetzt wollen wir auch in Fuji eine Rechnung begleichen, die nach dem WEC-Gastspiel aus dem Vorjahr noch offen ist. Uns ist bewusst, dass Toyota mit zwei Autos entsprechend stark antreten wird. Wir werden alles daran setzen, unsere Siegesserie auch in Japan fortzusetzen.“

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest): „Wir sind vor einem Jahr in Japan von einem begeisterten Publikum mit offenen Armen empfangen worden. Die Fans auf der Haupttribüne haben regelrecht skandiert, als unsere Mannschaft die Boxenstopps absolviert hat. Es macht Spaß, dorthin zurückzukehren. Das Team hat die beiden Rennwagen noch in Austin gründlich auf den nächsten Einsatz vorbereitet. Nach fünf WEC-Siegen in Folge kommen wir voller Elan nach Fuji.“

Fakten und Stimmen der Audi-Fahrer

Marcel Fässler (37/CH), Audi R18 e-tron quattro #1 (Audi Sport Team Joest)

-Fährt erst zum zweiten Mal in seiner Karriere in Japan
„Ich bin vor einem Jahr zum ersten Mal in Japan gewesen und war zutiefst beeindruckt von dem Land und seinen Menschen. Auch die Strecke in Fuji gefällt mir bestens. Und die japanischen Fans kamen sehr zahlreich. Es war eine Bereicherung für die WEC. Deshalb ist meine Vorfreude auf dieses Rennen groß. Mit ihren vielen überwiegend mittelschnellen und sehr schnellen Stellen ist die Strecke schön anspruchsvoll.“

André Lotterer (31/D), Audi R18 e-tron quattro #1 (Audi Sport Team Joest)
-Hat seinen Lebensmittelpunkt seit 2005 in Tokio
„Ich freue mich sehr auf das WEC-Rennen in Japan. In diesem Jahr war ich bereits mit der Super Formula in Fuji am Start und habe dort im Juli einen Sieg gefeiert. Ich bin mir sicher, dass unser Audi R18 e-tron quattro in dieser Saison besser sein wird als noch vor einem Jahr. Wir wollen Toyota das Leben schwer machen und um den Sieg kämpfen. Schön ist auch, wie enthusiastisch die japanischen Fans immer wieder sind.“

Benoît Tréluyer (36/F), Audi R18 e-tron quattro #1 (Audi Sport Team Joest)

-Verbuchte in Austin erstmals die schnellste Rennrunde in der WEC
-Hat zwölf Jahre seiner Karriere in Japan verbracht
„Ich kann es kaum abwarten, nach Japan zu kommen. Ich reise etwas früher an, um viele Freunde, Fans und Teammitglieder von früher zu treffen. Mit der Strecke von Fuji verbinde ich viele Erfolge. Durch eine kleine Rangelei haben wir im Vorjahr die Chance vertan, um den Sieg zu kämpfen. Das wollen wir jetzt nachholen. Unser Ziel ist die oberste Stufe des Podests.“
 
Loïc Duval (31/F), Audi R18 e-tron quattro #2 (Audi Sport Team Joest)
-Fuhr zuletzt im Qualifying in Austin zusammen mit Allan McNish die Bestzeit
-Fährt zum ersten Mal für Audi ein Rennen in Japan
„Das ist nach Le Mans mein zweites Heimrennen, denn ich lebe in Japan. Im Vorjahr war ich bei Audi als Gast in Fuji, in diesem Jahr fahre ich erstmals das WEC-Rennen in Japan. Schon vor einem Jahr war das Sportwagenrennen eine große Veranstaltung. Nun kommen wir als Tabellenführer zum sechsten Saisonlauf. Ich hoffe, dass unser Team von meiner Erfahrung in Fuji profitieren wird.“

Tom Kristensen (46/DK), Audi R18 e-tron quattro #2 (Audi Sport Team Joest)

-Führt die WEC-Tabelle mit seinen Teamkollegen an
-Fuhr in seiner Karriere zwischen 1992 und 1995 in Japan
„Nach dem 100. LMP-Gesamtsieg von Audi haben wir schon das nächste Ziel vor Augen, wenn wir nach Japan reisen. Wir treten in einer absolut motorsportbegeisterten Nation an und wollen dort die Marken-Weltmeisterschaft gewinnen. Dort treffen wir auf zwei Autos unseres Herausforderers Toyota. Das Rennen wird dadurch besonders interessant und spannend.“

Allan McNish (43/GB), Audi R18 e-tron quattro #2 (Audi Sport Team Joest)
-Feierte mit seinen Teamkollegen in Austin zuletzt den dritten Saisonsieg
„Ich komme immer wieder gerne nach Japan. Als ich mit 20 Jahren zum ersten Mal außerhalb Europas war, war Japan das erste asiatische Land, das ich kennengelernt habe. Bei Formel-1-Tests und einzelnen Rennen habe ich dort immer wieder Zeit verbracht. Die 6 Stunden von Fuji waren schon vor einem Jahr ein großartiges Rennen. Die Strecke ist anspruchsvoll. Mir gefällt der erste Teil besser als der letzte. Einige Passagen kommen Audi entgegen, der hintere Streckenteil dürfte eher für Toyota günstiger sein. Wir erwarten einen spannenden Kampf. Und die Fans sind ein ganz wichtiger Teil dieses Rennens.“
Die Audi-Fahrer in Fuji

Loïc Duval (F): * 12.06.1982 in Chartres (F); Wohnort: Tokio (J); verheiratet mit Gaëlle, ein Sohn (Hugo); Größe: 1,78 m; Gewicht: 70 kg; Audi-Fahrer seit 2012; Le-Mans-Siege: 1; WEC-Rennen: 8; WEC-Siege: 4; WEC-Pole-Positions: 2; schnellste WEC-Runden: 1; bestes Ergebnis WEC Fuji: –

Marcel Fässler (CH): * 27.05.1976 in Einsiedeln (CH); Wohnort: Gross (CH); verheiratet mit Isabel, vier Töchter (Shana, Elin, Yael und Delia); Größe: 1,78 m; Gewicht: 78 kg; Audi-Fahrer seit 2008; Le-Mans-Siege: 2; WEC-Rennen: 13; WEC-Siege: 5; WEC-Pole-Positions: 2; schnellste WEC-Runden: 1; bestes Ergebnis WEC Fuji: 2.

Tom Kristensen (DK): * 07.07.1967 in Hobro (DK); Wohnort: Hobro (DK); ledig (Partnerin: Hanne), zwei Söhne (Oliver und Oswald), eine Tochter (Carla Marlou); Größe: 1,74 m; Gewicht: 72 kg; Audi-Fahrer seit 2000; Le-Mans-Siege: 9; WEC-Rennen: 13; WEC-Siege: 4; WEC-Pole-Positions: 0; schnellste WEC-Runden: 2; bestes Ergebnis WEC Fuji: 3.

André Lotterer (D): * 19.11.1981 in Duisburg (D); Wohnort: Tokio (J); ledig; 
Größe: 1,84 m; Gewicht: 74 kg; Audi-Fahrer seit 2010; Le-Mans-Siege: 2; WEC-Rennen: 13; WEC-Siege: 5; WEC-Pole-Positions: 3; schnellste WEC-Runden: 2; bestes Ergebnis WEC Fuji: 2.

Allan McNish (GB): * 29.12.1969 in Dumfries (GB); Wohnort: Monaco (MC); verheiratet mit Kelly, ein Sohn (Finlay), eine Tochter (Charlotte Amelie); 
Größe: 1,65 m; Gewicht: 60 kg; Audi-Fahrer im Jahr 2000, seit 2004; Le-Mans-Siege: 3; WEC-Rennen: 13; WEC-Siege: 4; WEC-Pole-Positions: 3; schnellste WEC-Runden: 1; bestes Ergebnis WEC Fuji: 3.

Benoît Tréluyer (F): * 07.12.1976 in Alençon (F); Wohnort: Gordes (F); verheiratet mit Melanie, ein Sohn (Jules); Größe: 1,78 m; Gewicht: 68 kg; Audi-Fahrer seit 2010; Le-Mans-Siege: 2; WEC-Rennen: 13; WEC-Siege: 5; WEC-Pole-Positions: 2; schnellste WEC-Runden: 1; bestes Ergebnis WEC Fuji: 2.

Infos zur Strecke

Streckenlänge: 4,563 km
Renndauer: 6 Stunden
Streckenrekord Qualifying: Kazuki Nakajima, Toyota, 1.27,499 Minuten = 187,737 km/h (13.10.2012) 
Streckenrekord Rennen: Kazuki Nakajima, Toyota, 1.28,088 Minuten = 186,482 km/h (14.10.2012) 
Pole-Position 2012: Kazuki Nakajima, Toyota, 1.27,499 Minuten = 187,737 km/h (13.10.2012) 
Schnellste Runde 2012: Kazuki Nakajima, Toyota, 1.28,088 Minuten = 186,482 km/h (14.10.2012) 

André Lotterer über die Strecke in Fuji

„Am Ende der langen Geraden gibt es eine Rechtskehre mit guten Überholchancen. Bald folgt eine Linkskurve. Wir schalten herunter und beschleunigen bereits früh, weil sie sich öffnet. Die spannendste Biegung heißt 100 R, windet sich in großem Bogen um 180 Grad und kann nicht ganz Vollgas gefahren werden. Ihr Scheitelpunkt liegt fast am Ende. In der anschließenden Haarnadel-Linkskurve gewinnt man viel Zeit, wenn man früh Gas geben kann. Die nächste Gerade ist von zwei leichten Rechtskurven unterbrochen, die bei Trockenheit Vollgas genommen werden. Nach der Schikane folgt eine letzte Kurvenkombination. Die Einlenkphasen sind wegen der ungewöhnlichen Radien sehr lang. In der letzten Rechtskurve kann man gut überholen. Den Hybrid-Antrieb des Audi R18 e-tron quattro spürt man intensiv in der A-Corner, der 100 R und der Hairpin.“

Zeitplan (Ortszeiten, MESZ +7 Stunden)

Freitag, 18. Oktober

11:00–12:30 Uhr    Freies Training 1
15:30–17:00 Uhr    Freies Training 2

Samstag, 19. Oktober

09:30–10:30 Uhr    Freies Training 3
13:55–14:20 Uhr    Qualifying

Sonntag, 20. Oktober
11:00–17:00 Uhr    6-Stunden-Rennen

 
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