Pressemitteilung

Ingolstadt/Bahrain, 30.11.2013

Weltmeister Audi in Bahrain Zweiter

  • Audi erreicht 15. Podestplatz in acht Rennen
  • Fässler/Lotterer/Tréluyer beim Finale Zweite
  • Ausfall von Duval/Kristensen/McNish

Audi beendete das Jahr in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit Platz zwei in Bahrain. Das Weltmeister-Team* musste sich damit in acht Rennen erst zum zweiten Mal geschlagen geben und kann auf eine sportlich höchst erfolgreiche Saison zurückblicken.

Bis kurz vor Rennhalbzeit befand sich das Audi Sport Team Joest beim letzten 6-Stunden-Rennen des Jahres in aussichtsreicher Position. Loïc Duval/Tom Kristensen/Allan McNish (F/DK/GB) lagen im Audi R18 e-tron quattro mit rund 15 Sekunden Abstand in Schlagdistanz zum führenden Toyota. Dann berichtete Duval in Runde 95 über Funk von einem Problem in der Kraftübertragung. Zum ersten Mal in 23 Rennen, die die verschiedenen Baureihen des Audi R18 seit 2011 absolviert haben, sorgte ein technischer Defekt für einen Ausfall. Anschließend übernahmen Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer (CH/D/F) den zweiten Platz von ihren Teamkollegen. Nach 3:33 Stunden Renndauer sprach die Rennleitung eine Durchfahrtstrafe gegen Marcel Fässler wegen Überholens unter Gelber Flagge aus. So handelte sich der R18 e-tron quattro mit der Nummer „1“ in dieser Phase mehr als eine Minute Rückstand ein und überquerte nach sechs Rennstunden die Ziellinie als Zweiter.

Mit diesem 15. Podestplatz in der aktuellen WEC-Saison ging für Audi in Bahrain ein Langstrecken-Jahr voller Höhepunkte zu Ende. Sechs der acht WEC-Läufe entschied das Audi Sport Team Joest für sich – einen mehr als im Vorjahr. Bereits vorzeitig feierte das Unternehmen mit seinem Hybrid-Sportwagen den zweiten Titelerfolg in der Marken-Weltmeisterschaft*. Loïc Duval/Tom Kristensen/Allan McNish gewannen ebenfalls vorzeitig die Fahrer-Weltmeisterschaft*. Sie folgen damit auf ihre Audi-Teamkollegen Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer, die im vergangenen Jahr die ersten Weltmeister der neuen Serie waren. Der zwölfte Sieg von Audi bei den 24 Stunden von Le Mans, der elfte Erfolg bei den zur American Le Mans Series zählenden 12 Stunden von Sebring, der Gewinn der traditionsreichen Auszeichnung „Tourist Trophy“in Silverstone sowie fünf Trainingsbestzeiten in der WEC komplettieren die Bilanz. Zudem hat Audi in diesem Jahr in der DTM mit Mike Rockenfeller den Fahrertitel und mit dem Audi Sport Team Phoenix die Teamwertung gewonnen.

Die Rennsaison von Audi ist nun vorüber, doch die Mannschaft bereitet sich längst intensiv auf das Jahr 2014 vor. Dann tritt in der WEC ein grundlegend neues Reglement in Kraft, in dem die beste Effizienz belohnt wird. Audi entwickelt dafür einen vollkommen neuen Rennwagen, der sein erstes Rennen am 20. April 2014 beim WEC-Saisonauftakt in Silverstone erleben wird.

* Vorbehaltlich der offiziellen Veröffentlichung der Resultate durch die FIA

Stimmen nach dem Rennen

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef):
„Mit der Saison können wir sehr zufrieden sein. Wir haben die Weltmeisterschaft und die 24 Stunden von Le Mans gewonnen und tolle Rennen gezeigt. Dass es heute nicht gereicht hat, war ein bisschen schade. Aber Toyota war ganz einfach hier stärker. Leider ist der R18 e-tron quattro ausgerechnet in seinem letzten Rennen zum ersten Mal mit einem technischen Defekt ausgefallen. Aber das zeigt nur, wie zuverlässig unsere Autos bisher stets waren.“

Chris Reinke (Leiter LMP):
„Wir blicken auf eine ganz starke Saison zurück. Wir hätten uns als Ziel noch einen Sieg gewünscht, so haben wir in Bahrain den zweiten Platz erreicht. Unsere Fahrer waren wieder hervorragend unterwegs. Der bisher einzige technisch bedingte Ausfall eines R18 unterstreicht nur, wie stolz wir auf all die bisherigen Leistungen dieses Rennwagens sein dürfen.“

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest):
„Das war eine sehr erfolgreiche Saison für Audi und für das Audi Sport Team Joest. Leider passt das letzte Rennen nicht ganz perfekt in dieses Bild. Toyota hat in den vergangenen beiden Rennen einen Schritt nach vorn gemacht. Unsere Weltmeister sind heute ausgefallen. Mit dem Auto Nummer ‚1’ haben wir alles versucht, aber dann mussten wir eine Durchfahrtstrafe absolvieren und uns geschlagen geben. Dennoch: Wir haben dieser Saison unseren Stempel aufgedrückt.“

Marcel Fässler (Audi R18 e-tron quattro #1):
„Natürlich hätten wir gerne auch dieses Rennen gewonnen, aber die Konkurrenz war heute sehr stark. Wir haben im Rennverlauf unsere Strategie geändert und ich bin mit einem Reifensatz zwei Stints gefahren. Leider ist es nicht so ausgegangen wie erhofft, denn der Grip hat am Ende nachgelassen. Aber wir mussten einfach etwas riskieren. Für den Sieg haben wir alle sehr gekämpft. Insgesamt hatten wir eine tolle Saison, auf die das ganze Audi-Team stolz sein kann.“

André Lotterer (Audi R18 e-tron quattro #1):
„Wir haben heute versucht, Kraftstoff zu sparen. Dadurch war der Rhythmus beim Fahren nicht ganz so leicht. Gegen Rennende war auch das Überholen in Pulks ungewöhnlich schwierig. In jeder Runde fuhren genau dort Autos, wo man es am wenigsten gebrauchen konnte. Aber unser Auto war heute sehr gut. Grundsätzlich sind wir auf anderen Streckentypen einfach stärker.“

Benoît Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro #1):
„Das war heute ein sehr hartes Rennen. Die Anfangsphase auf den gebrauchten Reifen war schwierig. Auf frischen Reifen war das Auto später leichter zu fahren. Ich habe etwas zu spät meinen Rhythmus gefunden. Unser Schwesterauto war einfach besser unterwegs. Leider fiel es aus. Aber wir haben gemeinsam eine tolle Saison erlebt. Glückwunsch an Toyota zum Sieg.“

Loïc Duval (Audi R18 e-tron quattro #2): „Wie erwartet hat sich ein harter Kampf mit Toyota entwickelt. Tom Kristensen war stark unterwegs, dann übernahm ich. Es war ein strategisch interessantes Rennen. Leider trat ein Defekt in der Kraftübertragung auf. Damit war unser Rennen zu Ende.“

Tom Kristensen (Audi R18 e-tron quattro #2):
„Alle Ingenieure, Mechaniker und die übrigen Mitarbeiter haben in diesem Jahr viele Tage und Nächte harte Arbeit geleistet, um uns diese schönen Autos vorzubereiten. Gerne hätten wir sie auch im letzten Rennen mit einem schönen Ergebnis belohnt. Bis zum Ausfall haben wir ihnen und allen Zuschauern einen schönen Kampf gezeigt.“

Allan McNish (Audi R18 e-tron quattro #2):
„Loïc Duval, Tom Kristensen und ich hatten eine fantastische Saison. Wir haben alle großen Siege errungen, beginnend in Silverstone, dann natürlich die 24 Stunden von Le Mans, Austin und schließlich der vorzeitige Titelgewinn. Ein tolles Ergebnis für Audi Sport. Wir kamen ohne Druck nach Bahrain. Wir haben mit Toyota gekämpft. Als ich kurz davor stand, zum ersten Mal ins Auto zu steigen, kam die Nachricht, dass das Rennen für uns zu Ende ist. Es ist der erste technisch bedingte Ausfall. Aber das kann eine ansonsten erstklassige Saison nicht mehr trüben.“

Ergebnis Rennen


1. Buemi/Davidson/Sarrazin (Toyota) 199 Runden in 6:01.15,303 Std.
2. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro) + 1.10,585 Min.
3. Conway/Martin/Rusinov (Oreca-Nissan) - 15 Rd.
4. Brundle/Heinemeier Hansson/Pla (Morgan-Nissan) - 15 Rd.
5. Lancaster/Reip/Wirdheim (Zytek-Nissan) - 15 Rd.
6. Baguette/Gonzalez/Plowman (Morgan-Nissan) - 17 Rd.
7. Cheng/Ihara/Nicolet (Morgan-Nissan) - 19 Rd.
8. Dolby/Giroix/Kerr (Oreca-Nissan) - 21 Rd.
9. Bruni/Vilander (Ferrari) - 24 Rd.
10. Bergmeister/Pilet (Porsche) -24 Rd.
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A Duval/Kristensen/McNish (Audi)

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