Pressemitteilung

Ingolstadt, 30.04.2014

Audi Tool Trophy für Nachwuchsforscher

  • Audi-Werkzeugbau kürt innovative Abschlussarbeiten
  • Produktionsvorstand Dr. Hubert Waltl: „Kreative Ideen als Impulsgeber für Werkzeugbau der Zukunft“

Im Bild (v. li. n. re.): Dr. Martin Wahl, Leiter Innovation / Digitaler Werkzeugbau, Peter Mosch, Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzender, die Gewinner Jens Tonne, Martin Hentschel, André Hofmann und Michael Schubert sowie Michael Breme, Leiter Audi-Werkzeugbau, Dr. Hubert Waltl, Audi-Produktionsvorstand, und Preisträger Sven Theobald. Es fehlt: Preisträgerin Heike Schatton (Universität Stuttgart).

Wie lassen sich Fertigungsprozesse effizienter gestalten und gleichzeitig Präzision und Qualität auf höchstem Niveau halten? Welche Rolle spielen dabei ökologische Aspekte? Dies haben Studenten in ihren Abschlussarbeiten in den Bereichen Presswerkzeuge und Karosseriebauanlagen untersucht. Die überzeugendsten Ergebnisse hat Audi nun bereits zum sechsten Mal mit der Audi Tool Trophy ausgezeichnet. Die sechs Besten aus den zwei Kategorien „Master-/Diplomarbeiten“ und „Bachelor-/Semesterarbeiten“ erhielten Preisgelder in Höhe von bis zu € 2.500.

„Mit der Audi Tool Trophy geben wir engagierten Menschen die Chance, ihre kreativen Ideen in die Praxis umzusetzen. Zugleich liefern uns ihre Innovationen wichtige Impulse, die den Werkzeugbau künftig nachhaltig ändern können“, sagte Dr. Hubert Waltl, Produktionsvorstand der AUDI AG.

Audi-Gesamtbetriebsvorsitzender Peter Mosch betonte: „Audi ist heute aufgrund seiner hochqualifizierten und motivierten Belegschaft so erfolgreich. Forschungsprojekte wie diese helfen uns, junge und kreative Köpfe auch in Zukunft frühzeitig an das Unternehmen heranzuführen.“

„Die zahlreichen Einsendungen stehen für den großen Stellenwert und den hohen Bekanntheitsgrad der Audi Tool Trophy. Zugleich bestätigen sie, wie attraktiv die Disziplin Werkzeugbau für Nachwuchstechniker ist“, sagte Michael Breme, Leiter Audi-Werkzeugbau.  

Bei der Preisverleihung zeichnete Audi die besten Drei in zwei Kategorien aus: Michael Schubert von der Technischen Universität Chemnitz wurde Sieger unter den Masteranden und Diplomanden. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit der Einarbeit von Presshärtewerkzeugen zur Herstellung höchstfester Bauteile. Diese nehmen im Zuge wachsender Anforderungen an die Fahrzeugsicherheit eine immer wichtigere Rolle ein. Schubert gelang es, den Serienprozess dieser speziellen Umformwerkzeuge in puncto Bauteilfestigkeit entscheidend zu verbessern. Bei den Bacheloranden holte sich Sven Theobald mit der Untersuchung von Druckbolzen am Niederhalter von Presswerkzeugen den Sieg. In seiner Arbeit untersuchte er das Zusammenspiel einzelner Werkzeugkomponenten im Hinblick auf die optimale Kraftverteilung. Dafür entwickelte er ein Konzept, um Werkzeuge schneller und effizienter auf die Serienfertigung einzustellen.

Das Unternehmen lobte den Wettbewerb bereits zum sechsten Mal aus. Im Rahmen der Preisverleihung veranstaltete Audi zudem das mehrtägige „Werkzeugbau Technologieforum“. Dort standen etwa 30 Technologieprojekte aus Bereichen wie Umformtechnik, mechanische Fügeverfahren und Automatisierung/Intelligente Fabrik im Fokus.

Der Audi-Werkzeugbau wird die Tool Trophy auch in diesem Jahr ausschreiben und den genauen Bewerbungszeitraum noch bekanntgeben.

Master-/Diplomarbeiten

1. Platz: Michael Schubert: „Entwicklung und Validierung einer Einarbeitungs-strategie für Presshärtewerkzeuge“, Technische Universität Chemnitz

2. Platz: André Hofmann: „Analyse und Bewertung numerischer Methoden zur Verkürzung des Entwicklungsprozesses von Maschinenfalzanlagen für den Karosseriebau“, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

3. Platz: Jens Tonne: „Modellbasierte Optimierung von Ofentemperatur-profilen einer Warmumformlinie unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten“, Universität Kassel

Bachelor-/Semesterarbeiten

1. Platz: Sven Theobald: „Simulative und experimentelle Untersuchung der Druckbolzen am Niederhalter von Presswerkzeugen“, Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg

2. Platz: Martin Hentschel: „Parameteruntersuchungen zum Trennverhalten zwischen Bauteilen aus kohlestofffaserverstärktem Kunststoff und Resin Transfer Moulding-Werkzeugen“, Technische Universität Ilmenau

3. Platz: Heike Schatton: „Ermittlung von Beuleigenschaften von Pkw-Dachbeplankungen“, Universität Stuttgart

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