Rede - Es gilt das gesprochene Wort -

Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG

Neckarsulm, 16.05.2013

Rede anlässlich der 124. Ordentlichen Hauptversammlung der AUDI AG

Teil 2

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

klar ist eines: Konjunkturell fordert uns 2013 stärker heraus als das vergangene Jahr.

Der Internationale Wirtschaftsfonds IWF sagt für das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone einen Rückgang von 0,3 Prozent für dieses Jahr voraus. Weltweit rechnen die IWF-Experten in ihrer jüngsten Prognose mit einem gedämpften Wachstum von 3,3 Prozent.

Auch auf den Automärkten herrscht ein langsameres Tempo vor. Das weltweite Marktwachstum wird deutlich unter den 7,2 Prozent des Vorjahres liegen.

Wie gehen wir bei Audi mit dieser Situation um? Auch 2013 gilt: Wir wollen und wir werden weiter wachsen.

Jetzt im Mai können wir auf einen hervorragenden Start des Jahres zurückblicken:

Erstmals haben wir bereits nach vier Monaten die magische Marke von einer halben Million Auslieferungen übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr sind wir damit um 6,7 Prozent gewachsen.

Impulsgeber für diese Entwicklung waren die Vertriebsregionen Asien und Nordamerika, in denen wir mit zweistelligen Zuwachsraten unterwegs sind.  In China, dem größten Absatzmarkt von Audi, haben wir bis April mehr als 140.000 Automobile an unsere Kunden übergeben. Das ist ein Plus von 14 Prozent im Vorjahresvergleich.

In den USA haben wir zu Jahresbeginn ebenfalls einen Rekord eingefahren. Insgesamt haben wir in den ersten vier Monaten 47.343 Autos in den Vereinigten Staaten ausgeliefert, ein Plus von 15,5 Prozent. Wir freuen uns, dass uns in USA ein so guter Start gelungen ist.

In Europa herrscht derzeit eine extrem schwierige Marktlage. Zahlreiche Länder verzeichnen zum Teil zweistellige Rückgänge beim Automobilabsatz. Einen Einbruch gab es dabei nicht nur in Ländern wie Griechenland, Spanien oder Zypern. Auch zum Beispiel in Finnland.  Das einzige europäische Land, das noch zulegt, ist aktuell Großbritannien. Auf dem britischen Markt haben wir in den ersten vier Monaten des Jahres das Tempo erhöht – und ein Plus von 9,6 Prozent erzielt.

Erfreulich für Audi: wir laufen in Europa derzeit gegen den Trend. So haben wir bis April mit mehr als 253.000 Auslieferungen in unserer größten Vertriebsregion das Vorjahresniveau gehalten und entwickeln uns wesentlich stabiler als der Gesamtmarkt. Die aktuelle Entwicklung der Märkte beobachten wir genau.

Unsere Antwort in dieser Phase: wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Meine Damen und Herren, unser Langfristziel kennen Sie: mehr als zwei Millionen Auslieferungen im Jahr 2020. Als wichtiges Etappenziel hatten wir 1,5 Millionen bis 2015 festgelegt. Auf dem Weg dahin haben wir uns allein in den vergangenen beiden Jahren um 360.000 Einheiten gesteigert.

Das bedeutet: Wir werden die Marke von 1,5 Millionen schon früher erreichen als geplant. Wir befinden uns jetzt in einer entscheidenden Phase, denn wir richten Audi für den NÄCHSTEN Wachstumsschub aus. Dies geschieht auf allen Ebenen des Unternehmens, bei Menschen und Märkten, bei Produktion und Produkten.

Alle 22 Sekunden kauft ein Kunde irgendwo auf der Welt einen Audi. Produktion, Logistik und Vertrieb müssen mit diesem Takt Schritt halten.

In einem Zeitraum von nur drei Jahren fahren wir mit insgesamt elf Milliarden Euro das größte Investitionsprogramm in der Audi-Geschichte. Knapp die Hälfte

  • 5,3 Milliarden – dienen dazu, die deutschen Standorte zu stärken und zu erweitern.

Im einzelnen sind das:

  • Münchsmünster bei Ingolstadt: hier entstehen eine Aluminium-Druckgießerei, ein Presswerk mit Transferpressen und Fertigungslinien für formgehärtete Karosserieteile.
  • Neuburg an der Donau: hier errichten wir ein Fahrerlebniszentrum für unsere Kunden und werden unsere Motorsportautos entwickeln und bauen.
  • Neckarsulm: wir investieren in den Industriepark Böllinger Höfe und stärken damit die Produktionslogistik des Standorts auf lange Sicht. Außerdem werden wir dort die Fertigung unserer R8-Modelle ansiedeln.

Gleichzeitig bauen wir unser globales Produktionsnetzwerk aus:

  • Seit April montieren wir am VW-Standort Kaluga Modelle für den russischen Markt.
  • Im Juni nehmen wir unser erweitertes Werk am ungarischen Standort Győr in Betrieb.
  • Bis Ende des Jahres errichten wir einen neuen Produktionsstandort im südchinesischen Foshan.

So schaffen wir zusätzliche Kapazitäten für mehr als 300.000 Automobile.

Vor rund zwei Wochen, am 4. Mai, haben wir den Grundstein für unser erstes Werk in Nordamerika gelegt  - San José Chiapa in Mexiko.

So sind wir näher an unseren Kunden in den USA, Kanada und Lateinamerika. Von San José Chiapa exportieren wir zollfrei nach USA und Europa. Wir reduzieren unsere Wechselkurs-Risiken im US-Dollarraum. Wir investieren mehr als 900 Millionen Euro und schaffen eine Kapazität von 150.000 Autos pro Jahr. San José Chiapa ist die dreizehnte Automobil-Produktionsstätte im Audi-Konzern. Wenn Mitte 2016 der erste Audi Q5 in Mexiko vom Band fährt, produzieren wir zum ersten Mal in unserer Geschichte außerhalb Europas ein Auto komplett für den Weltmarkt.

In San José Chiapa schaffen wir rund 3.800 Arbeitsplätze. Seit Monaten spüren wir enorme Begeisterung und Aufbruchstimmung bei unseren Mitarbeitern. Mehr als 700 Audianer aus Ingolstadt und Neckarsulm möchten sich vor Ort in das Projekt Mexiko einbringen.

Der stabilisierende Effekt dieser Investition ist nicht zu unterschätzen. Angesichts der geschilderten Marktlage in Europa wird dieser besonders wichtig. Nur globale Präsenz kann regionale Schwankungen ausgleichen und unsere Heimat-Standorte stärken.

Anfang Mai arbeiteten 70.023 Men­schen für den Audi Konzern. 2013 werden wir die Belegschaft in Deutschland bedarfsgerecht aufstocken. Wir planen für dieses Jahr etwa 1.500 Neueinstellungen und zusätzlich 700 Auszubildende.

Bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern kommt uns zugute, dass wir in Arbeitgeber-Rankings mehrfach ausgezeichnet wurden. Erst im April wählten uns Studenten und Absolventen wieder zum beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands.

Wir freuen uns, dass der Ingenieurs-Nachwuchs unsere wegweisenden Technologien wie das Pilotierte Fahren oder das vernetzte Automobil nennt, wenn es darum geht, warum ein Arbeitsplatz bei Audi besonders attraktiv ist. Das nehmen wir als Anerkennung und Ansporn zugleich.

Meine Damen und Herren, die Zahl unserer weltweiten Stand-Orte mag steigen, aber es bleibt bei dem einen Standard „Made by Audi“. Das ist ein Versprechen für die gleiche exzellente Produkt- und Verarbeitungsqualität in jedem Audi – unabhängig davon, wo dieser entsteht.

Wie stellen wir dies sicher? Zum Beispiel durch unsere internationale Ausbildungs-offensive. Die Idee der dualen Ausbildung entwickelt sich zu einem Exportschlager im Audi-Konzern. Wir kombinieren die bewährte Theorieausbildung örtlicher Fachschulen mit frühzeitiger Praxiserfahrung in unseren Lehrwerkstätten.

Bei Audi Hungaria praktizieren wir dies seit zwölf Jahren erfolgreich. Und seit vergangenem Jahr gibt es in Ungarn auch ein duales Studium nach deutschem Modell. Wir haben es gemeinsam mit der Széchenyi Universität in Györ ins Leben gerufen.

In Brüssel sind wir das erste Industrieunternehmen überhaupt, das duale Berufsausbildung anbietet - aktuell in der Pilotphase. Im April wurden wir als bester Arbeitgeber Belgiens ausgezeichnet.

In China bauen wir unsere Kooperation mit der Berufsschule in Changchun aus. Unser Ziel: ab 2015 jährlich 650 Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker zu qualifizieren.

In Mexiko starten wir bereits jetzt das duale Bildungswesen. Baubeginn für das Gebäude war im April. Das ist Qualifizierung made by Audi – weltweit!

Ein Standard beim Produkt, ein Standard aber auch beim Service im Handel. Erlauben Sie mir hierzu eine kleine Tour d’horizon nach China. J.D. Power untersucht dort jedes Jahr, wie zufrieden Neuwagenkäufer mit dem Service ihrer Marke sind. Audi erreichte 2012 im dritten Jahr in Folge Platz eins.

Zurzeit erweitern wir unser Händlernetz in China mit hoher Schlagzahl. 2013 öffnet in China im Schnitt pro Woche ein neuer Audi-Handelsbetrieb seine Türen. Bis 2017 wollen wir die Anzahl der Audi-Händler auf mehr als 500 erhöhen.   

Weltweit wollen wir in unseren Märkten intelligenter „Marktversteher“ sein. In China ist das Paradebeispiel dafür die Langversion des Audi A6. Sie ist speziell auf die Bedürfnisse unserer chinesischen Kunden ausgerichtet.

Eine kleine Bilanz dieses Autos in Zahlen: 130.000 verkaufte Einheiten allein 2012: Damit ist der Audi A6 einmal mehr meistverkauftes  Premiumautomobil im Markt.

Bei „Best Cars 2013“, einer Leserwahl der chinesischen Ausgabe von „auto, motor und sport“, hat der Audi A6 lang gleich zwei Kategorien für sich entschieden.

Insgesamt gab es dort zehn erste Plätze für Audi – mehr als für jeden anderen Hersteller. Unter anderem bekamen wir den Preis als umweltfreundlichste Marke.

Dazu beigetragen hat zum Beispiel unsere Start-Stopp-Technik  und die serienmäßige Bremsenergierückgewinnung. Sie sind bei allen in China gefertigten Audi-Modellen inzwischen Standard. Außerdem haben wir als erster Hersteller Leichtbaukomponenten in die chinesische Fertigung integriert.

Das Ergebnis: Wir erfüllen die gewichtsbasierten Vorgaben der CO2-Gesetzgebung der chinesischen Regierung mehr als jede andere Premiummarke. Seit 2011 haben wir den Durchschnittsverbrauch unserer lokal gefertigten Modelle um rund 20 Prozent gesenkt.

Stichwort lokale Fertigung: Auch am Standort Changchun erweitern wir die Anlagen.

Zusammen genommen, entstehen in den kommenden drei Jahren in China Kapazitäten für 350.000 zusätzliche Einheiten. Damit stocken wir das potenzielle Fertigungsvolumen gemeinsam mit unserem Joint-Venture-Partner auf insgesamt 700.000 Einheiten jährlich auf. Fertigungsvolumen ist jedoch nur die eine Seite.

Wer wachsen will, muss immer wieder antizipieren, was der Kunde morgen auf der Produktseite erwartet. Deshalb haben wir vor wenigen Wochen in Peking ein eigenes Zentrum für Forschung und Entwicklung mit mehr als 300 Mitarbeitern eröffnet.

Von China in die USA: Der Diesel-Erfolg ist ein wichtiger Baustein unserer Wachstumsstrategie in den USA. Unsere Clean-Diesel-Technik, das sportliche Anfahrmoment sowie die hohe Reichweite und Effizienz haben die Amerikaner überzeugt. Heute stellen wir in den USA die breiteste Clean-Diesel-Palette im Premiumwettbewerb. Jeder dritte Q7-Fahrer in den USA wählt einen TDI. Wir werden unser TDI-Angebot auf dem US-Markt 2013 weiter ausbauen – beim A6, A7, A8 und auch beim Q5.

Für das laufende Jahr haben wir uns bei den Auslieferungen  die neue Marke von 150.000 Automobilen vorgenommen. Im Jahr 2020 wollen wir in den USA mehr als 200.000 Einheiten erreichen.

Den Kunden verstehen, heißt nicht nur zu verstehen, welche Produktdetails er wünscht, sondern auch zu wissen, wie er sich dafür entscheidet. Immer mehr Kunden stellen sich ihren ganz persönlichen Audi zusammen.
In anderen Worten: Haute Couture statt Ware von der Stange.

Allein in Deutschland sind unsere Umsatzerlöse für Sonderausstattung in den vergangenen Jahren überproportional gestiegen.

Meine Damen und Herren, ein Markt ist nicht nur ein Ort, er hat auch eine zeitliche Dimension. Wir nehmen die Herausforderung Zukunft an. In unserer Audi Urban Future Initiative befassen wir uns mit der Stadt der Zukunft. Eine Grundfrage ist, wie wir damit umgehen, dass Raum in Städten immer knapper wird. Um diesen begrenzten Raum optimal nutzen zu können, wird die Vernetzung von Auto, Infrastruktur und Mensch immer wichtiger.

Im Januar haben wir auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas, der weltweiten Leitmesse für Elektronik, eine Technologie präsentiert,  die wegweisend ist und das Potenzial besitzt, das globale Leben nachhaltig zu beeinflussen.

Dieses Urteil stammt nicht etwa von uns, es stand in der „MIT Technology Review“, dem Magazin der renommiertesten Technikhochschule der USA. Das MIT kürte uns zu einem der 50 innovativsten Unternehmen der Welt. Die Rede ist von der Technologie des Pilotierten Fahrens und Parkens. 

Mit unserem Staupiloten lenkt, bremst und beschleunigt das Auto von alleine. Zum Beispiel im Stop-and-Go des Berufsverkehrs.  Der Fahrer kann die Zeit sinnvoll und konzentriert nutzen, etwa für Telefonate oder Emails. In Nevada haben wir als erster und bislang einziger Autohersteller weltweit eine Lizenz für Tests auf öffentlichen Straßen erhalten. In den nächsten Jahren geht es darum, die rechtlichen Grundlagen weiter zu klären.

Meine Damen und Herren, 2013 bauen wir unsere Modellpalette weiter aus – mit einigen besonders emotionalen Automobilen. Im Jahr ihres 30-jährigen Bestehens bringt Audi Sport gleich vier neue RS-Modelle auf den Markt. Die Evolution der RS-Philosophie zeigt sich eindrucksvoll beim neuen Audi RS 6 Avant:

Er kommt trotz deutlich höherer Leistung mit 30 Prozent weniger Kraftstoff aus als sein Vorgänger - unter anderem dank konsequenten Leichtbaus und intelligenten Down-Sizings mit der cylinder on demand-Technik. Erst wenn die volle Leistung des kraftvollen Motors abgerufen wird,  schaltet er alle Brennräume zu. Sonst fahren Sie mit vier statt acht Zylindern.

Wir wollen 2013 unsere Verkaufszahlen bei diesen High-Performance-Autos gegenüber 2012 um ein Drittel steigern. Deshalb werden wir in diesem Jahr das größte Angebot an RS-Modellen seit 30 Jahren haben. Und deshalb weiten wir unser RS-Angebot auf internationalen Märkten aus. Beispiel China: Das Audi RS 5 Coupé war 2012 unser erstes RS-Modell im Reich der Mitte. Im April 2013 ist das RS 5 Cabriolet gefolgt.

Zudem versehen wir zum ersten Mal einen SUV  mit dem RS-Label. Der Audi RS Q3 ist der Pionier im neuen Segment der kompakten Hochleistungs-SUV.  Die gleiche sportliche Richtung haben wir mit den TDI- und TFSI-Varianten des Audi SQ5 eingeschlagen,  die ebenfalls in diesem Jahr zu den Kunden kommen.

2013 erweitern wir die neue A3-Familie umfangreich:

  • Der A3 Sportback ist seit Februar 2013 bei unseren Händlern in Europa.
  • Audi S3 und S3 Sportback folgen ab Sommer.

Mit der A3 Limousine haben wir Mitte April auf der Shanghai Auto Show ein ganz neues Familienmitglied vorgestellt. Ein wichtiges Derivat, das vor allem in China und den USA für Wachstumsimpulse sorgen wird.

  • Und schließlich der A3 g-tron, unser Kompaktmodell mit bivalentem Gas-/Benzin-Antrieb. Der A3 g-tron ist sowohl auf den Betrieb mit Benzin als auch mit Erdgas ausgerichtet. Seine Reichweite liegt bei mehr als 1.300 Kilometer pro Tankstopp – ein beeindruckender Beleg für die Alltagstauglichkeit dieses Antriebs.

Wenn der A3 g-tron mit  Audi e-gas betankt wird, spannen wir außerdem den  Bogen vom Wind-Rad zum Lenk-Rad. Denn unser e-gas-Projekt basiert auf Windkraft aus dem Emsland. Im norddeutschen Werlte haben wir im Februar die größte Power-to-Gas-Anlage der Welt fertig gestellt. Nicht, weil wir etwa morgen unter die Energie-Erzeuger gehen wollten. Es geht uns dabei vielmehr um den Beweis der Machbarkeit.

Wir bringen das e-Gas über das öffentliche Gasnetz zum Kunden. Das heißt: Wir nutzen die bestehende Infrastruktur. Damit wird das e-Gas zu einem praktikablen Speichermedium für Strom neben der Batterie. Fährt der A3 mit dem e-Gas aus unserer Anlage, dann ist der Kunde CO2 neutral unterwegs. Denn am Auspuff wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie zuvor im Produktionsprozess des e-Gases gebunden wurde.
Damit ist der A3 g-tron so klimaschonend wie ein Elektroauto,  das mit regenerativem Strom geladen wird.

Das Beispiel zeigt: Effizienz funktioniert nicht als Solo, sondern nur im Kanon. Deshalb blicken wir weit über das Automobil hinaus.

Neben unserem e-gas-Projekt forschen wir an weiteren synthetischen Kraftstoffen wie e-Diesel und e-Ethanol. Hier arbeiten wir mit unserem amerikanischen Partner Joule zusammen. Im US-Bundesstaat New Mexico entsteht gerade eine Demonstrationsanlage zur Produktion von nachhaltigem e-Ethanol.

Die CO2-Gesamtbilanz ist deutlich besser als bei fossilem Kraftstoff. Außerdem verbraucht dieses Verfahren keine Biomasse, keine Ackerfläche und kein Trinkwasser.

Parallel arbeiten wir kontinuierlich an der Effizienz der Motoren.  112 Motor- und Getriebevarianten bei Audi liegen aktuell bei Emissionswerten von 140 Gramm CO2 oder weniger pro Kilometer. Unter den Premiumanbietern ist Audi laut einer Studie des Centers of Automotive Management  die Marke mit der niedrigsten Flottenemission in Deutschland.

Im gesamten Volkswagen-Konzern stehen wir klar zum neuen EU-Klimaziel von 95 Gramm. Um dies zu erreichen, spielen wir die Klaviatur der Antriebskonzepte voll aus: von Diesel- und Ottomotoren über Erdgas bis hin zum Elektroantrieb.

Bei Audi ist der Startschuss ins Elektrozeitalter gefallen. 

Auf dem Genfer Automobilsalon haben wir im März den A3 e-tron Sportback gezeigt.

Als Plug-in-Hybrid mit 1,5 Liter Normverbrauch,einer Reichweite von 50 Kilometern rein elektrisch und fast 1.000 Kilometern insgesamt. Seine CO2 Emission liegt bei 35 g pro Kilometerund setzt damit Maßstäbe für die Mobilität der Zukunft. Die e-tron-Variante des Audi A3 ist effizient, alltagstauglich und zudem bezahlbar.

Meine Damen und Herren, so wie wir wachsen, wächst auch unsere Verantwortung.

Dieses Bekenntnis haben wir in unserer Strategie 2020 verankert.

Wir setzen dabei auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit:

  • Gesellschaftliche Verantwortung
  • Ökologie und
  • Ökonomie.

Nachhaltigkeit heißt für uns: wir gestalten Produkte und Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig. Deswegen wirtschaften wir wie ein umsichtiger Kaufmann. Deswegen schaffen wir ein positives Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter und bieten jungen Menschen Ausbildung und Perspektiven. Deswegen machen wir unsere Automobile immer energieeffizienter und sicherer für die Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer.

Und wir treiben die großen Herausforderungen der Automobilindustrie mit Nachdruck voran:

  • Elektromobilität, Hybridlösungen und Gas-Benzin-Konzepte,
  • alternative Energiequellen,
  • Leichtbau und innovative Materialien,
  • Intelligente Elektronik.
  • Wir heben Synergien aus unserem globalen Netzwerk für Beschaffung, Entwicklung und Produktion.
  • Wir minimieren weltweit den Ressourcenverbrauch an unseren Standorten – in der Produktion genauso wie in der IT und in Büros.
  • Wir engagieren uns für den Städtebau der Zukunft und neue Verkehrskonzepte.

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Audi Corporate Responsibility Report.

All dies unterstützt unsere Vision der CO2-freien Mobilität.  Wir sind fest überzeugt, dass sie Realität werden kann. Und für diese Vision arbeiten wir mit ganzer Kraft.

Das ist unser Versprechen.

Vielen Dank.

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Verfügbare Dokumente

Rede Rupert Stadler zur Hauptversammlung 2013 - Teil 2
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