Rede - Es gilt das gesprochene Wort -

Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG

Ingolstadt, 22.05.2014

Rede anlässlich der 125. Ordentlichen Hauptversammlung der AUDI AG 2014

Teil 2

Meine Damen und Herren,

Erfolg ist ein Langstreckenrennen. Da geht es um die beste Technik. Die beste Mannschaft. Und um Kreativität. Mit der Strategie 2020 haben wir unsere Rennstrecke abgesteckt. Und wir bringen ordentlich Tempo auf die Straße: Unsere Volumenziele erreichen wir in Rekordzeit. Gleichzeitig haben wir – Herr Strotbek hat es ausführlich erläutert – das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte auf den Weg gebracht. Damit stellen wir die Weichen für unseren nachhaltigen Erfolg.

Auch dieses Jahr wollen wir unsere Rundenzeit verbessern. Was bedeutet dies konkret für 2014?

Zunächst zu unserem Wachstum. Wir werden unsere Verkäufe weiter steigern und dabei in allen Weltregionen zulegen – auch in Europa. In den USA machen wir den nächsten großen Schritt in Richtung 200.000 Auslieferungen – unsere Messlatte für 2020. Und in China wollen wir 2014 als erste Premiummarke mehr als eine halbe Million Kunden erreichen – und zwar deutlich mehr.

Damit steht fest: Wir werden unseren Wachstumskurs fortsetzen. Ein Selbstläufer wird das naturgemäß nicht. Sehen wir auf die konjunkturelle Weltkarte 2014, so sind es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren die entwickelten Wirtschaftsnationen wie Deutschland, Großbritannien oder die USA, die sich hervortun – mit steigendem Bruttoinlandsprodukt und einer positiven Arbeitsmarktentwicklung.

Die sukzessive Abkehr der US-Notenbank von ihrer expansiven Geldpolitik hat die Währungen vieler Schwellenländer unter Druck gebracht – so zum Beispiel Argentinien.

Insgesamt sehen wir in der Gruppe der Emerging Markets sehr unterschiedliche Entwicklungen:

Brasilien oder Mexiko haben ihre Lehre aus der Krise gezogen und setzen mehr auf nachhaltige Wirtschaftspolitik. Das bereitet den Boden für weitere Investitionen – und damit auch eine weitere positive Entwicklung. Länder wie Russland oder Indien haben hier Nachholbedarf. Politische Unruhen wie in der Ukraine oder der Türkei bergen zusätzlichen Zündstoff.

Unterm Strich hält 2014 Herausforderungen bereit, wir werden die Marktentwicklung sehr genau im Auge behalten. Gleichzeitig nimmt die Intensität des Wettbewerbs weiter zu.

Viele unserer Wettbewerber sind aggressiv unterwegs. Davon haben wir uns aber nicht beeindrucken lassen: Im März haben wir das erfolgreichste Auftaktquartal der Unternehmensgeschichte mit dem stärksten Verkaufsmonat abgeschlossen.

Eine doppelte Bestmarke!

Gleichzeitig halten wir unsere Operative Umsatzrendite auf hohem Niveau – und bewegen uns sogar leicht über unserem strategischen Zielkorridor. Audi ist Renditechampion! Im ersten Quartal liegen wir in 17 der Top 20-Märkte deutlich über Vorjahr.

In Europa haben wir unsere Spitzenposition klar verteidigt. In den USA sind wir trotz extremer Winterverhältnisse stärker als der Markt gewachsen – und unserem Anspruch an ein qualitatives Wachstum treu geblieben! In China haben wir das beste erste Quartal der Audi-Geschichte eingefahren. Das heißt: Wir haben – allen Unkenrufen zum Trotz – das Tempo aus dem vergangenen Jahr fortgesetzt. China ist unser stärkster Markt – und wir sein stärkster Player.

Insgesamt verzeichnen wir von Januar bis März mehr als 412.000 Auslieferungen der Marke Audi, das ist ein Plus von rund 12 Prozent. Auch im April bleiben wir mit 11,6 Prozent auf Wachstumskurs – und zwar weltweit.

Wichtige Impulse setzt unser Produktportfolio in den internationalen Märkten. Der Roll-out der A3-Familie* schöpft weiteres Potenzial. Ein Beispiel: Im April ist die A3 Limousine* in den USA gestartet. Allein im ersten Monat der Markteinführung haben wir dort mehr als 2.000 Einheiten verkauft. Ein starker Auftakt.

In diesem Jahr bringen wir 17 Modelle und Derivate auf den Markt. Die ersten drei Modell-Neuheiten debütierten auf dem Genfer Automobilsalon. Das Audi S3 Cabriolet*: das erste A3 Cabrio* mit quattro. Der Audi S1*: Die Erfolgsformel quattro geht in jeder Größe auf!

Der neue Audi TT* verstärkt unser Team der Hochleistungssportler. Das heißt: noch mehr Leistung bei weniger CO2-Emissionen.

Auch unsere Tochtermarken haben in Genf Weltpremieren gefeiert: Lamborghini schlägt mit dem Huracán* ein neues Kapitel auf. Er erweist sich schon jetzt als würdiger Nachfolger des Gallardo: Mehr als 1.500 Lamborghini-Fans haben bereits bestellt.

Ducati präsentierte die neue Diavel. Das „Motorrad des Jahres“ – so die Auszeichnung Europas größter Motorrad-Zeitschrift – wird das Geschäft ebenso stärken wie die neue Monster 1200, die bereits im November ihre Messepremiere absolvierte.

Zurück zu unserer Kernmarke: Mit dem wachsenden Produktportfolio gewinnt auch unsere Internationalisierung weiter an Fahrt. Unsere Kompaktklasse erweist sich dabei nicht nur als Kundenmagnet, der Audi A3* erhält auch internationales Renommee: Seit April ist er World Car of the Year – weltbestes Auto! Den Pokal sehen Sie heute hier im Kundencenter – gleich am Eingang. Und Sie dürfen das weltbeste Auto heute auch mit nach Hause nehmen: im Kleinformat.

Der Verkaufsstart der neuen A3-Familie in China und den USA gehört zu den wichtigen Terminen dieses Jahres. In beiden Ländern ist die Kompaktklasse im Premiummarkt noch unter-repräsentiert. Doch dies ändert sich: In China zum Beispiel ist das Premium-A-Segment im ersten Quartal dreimal so stark gewachsen wie der Premiummarkt insgesamt. Davon profitieren wir vor allem mit der A3 Limousine*.   Auf der Auto China Show, Mitte April in Peking, hatte die Limousine einen starken Auftritt.

Der A3 Sportback e-tron* sorgte zusätzlich für Spannung. Er verkörpert den neuesten Stand zukunftsorientierter Antriebstechnologien: Ein leistungsstarker Elektromotor und ein effizienter 1.4 Liter TFSI-Verbrennungsmotor bieten kombiniert mehr als 900 Kilometer Reichweite, davon 50 Kilometer rein elektrisch. Und das bei minimalem Kraftstoffverbrauch und extrem niedriger CO2-Emission mit nur 35 Gramm pro Kilometer.

e-tron – das bedeutet: dynamisches Fahren und kompromissloser Fahrspaß auf Premium-Niveau.

Das ist der Audi-Weg in die Zukunft der Mobilität. Und diese Zukunft bringen wir in Serie.

Der A3 e-tron* ist erst der Anfang. Wir bringen ab sofort jedes Jahr einen neuen Audi e-tron auf den Markt.

Noch ein Punkt unserer China-Reise: In Peking haben wir Einblick in die Ideenschmiede des Audi-Design gegeben – und auf den möglichen Look künftiger TT-Varianten. Zum einen hatten wir das Showcar aus Detroit auf der Bühne, den Audi allroad shooting break. Sein starker und effizienter Hybridantrieb macht eine neue Form des quattro-Antriebs möglich – den e-tron quattro. Der 420 PS-starke Audi TT sport quattro concept, das Showcar aus Genf, bringt die sportlichen Gene des TT* auf den Punkt. Weltpremiere feierte in Peking der Audi TT offroad concept. Der Plug-in-Hybrid mit e-tron quattro Antrieb kombiniert den sportlichen Charakter eines Coupés mit dem hohen Nutzwert eines kompakten SUV.

Das langfristige Ziel für unser Produktportfolio ist klar: Bis zum Jahr 2020 wollen wir mehr als 60 Audi-Modelle haben.

Eine Besonderheit sind dabei unsere neuen ultra-Modelle. Wir haben über die gesamte Modelpalette hinweg eine Effizienz-Meisterschaft gestartet. Als Audi ultra-Modell bezeichnen wir unsere CO2-Champions in jeder Baureihe. Das heißt: volle Performance, beste CO2-Werte.

Diese Effizienz-Speerspitze geht vom Audi A3 ultra* mit 3,2 Liter Diesel Verbrauch und 85g CO2 bis zum Audi A6 ultra* mit 4,4 Liter Diesel Verbrauch und 114g CO2 – bei 190 PS Leistung!

Als „non-plus ultra“ ist unser Ziel die CO2-neutrale Mobilität. Dabei blicken wir über die Nutzungsphase eines Autos hinaus und richten die gesamte Wertschöpfungskette nach diesem Ziel aus. Zum Beispiel stammen 100 Prozent des Stroms, den wir für unser Werk hier in Ingolstadt beziehen, aus regenerativen Quellen.

Wie richten wir Audi darüber hinaus für die Zukunft aus?

Personell werden wir weiter gezielt einstellen und unsere Mannschaft für die nächsten Etappen bis 2020 verstärken. Die AUDI AG wächst – und mit ihr die Beliebtheit als Arbeitgeber. Jüngster Beleg sind die aktuellen Rankings trendence und UNIVERSUM: Audi ist Wunscharbeitgeber für die meisten Studierenden in Deutschland, gerade bei angehenden Ingenieuren liegen wir erneut hoch im Kurs. Gleichzeitig bieten wir beste Jobchancen: In Deutschland wollen wir 2014 mehr als 2.000 Experten für die zweite Strategie-Zündstufe einstellen. Und wir bieten wieder mehr als 750 Jugendlichen einen Ausbildungsplatz.

Meine Damen und Herren,

ich sagte, Erfolg ist ein Langstreckenrennen. Und Langstreckenrennen sind Teamsport. Wir gehen mit starken Partnern und einem hochmotivierten Team an unsere Aufgaben heran.

Mit dem klaren Anspruch auf die Nummer 1.

Vielen Dank.

Verbrauchsangaben der genannten Modelle

Audi S1:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,3 - 7
CO2-Emission kombiniert in g/km: 168 - 162

Audi TT:
Das Fahrzeug wird noch nicht zum Kauf angeboten. Es besitzt noch keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG.
Vorläufige Werte:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1 - 4,2
CO2-Emission kombiniert in g/km: 164 - 110

Audi A3:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1 - 3,2
CO2-Emission kombiniert in g/km: 165 - 85

Audi A3 ultra:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 3,3 - 3,2
CO2-Emission kombiniert in g/km: 88 - 85

Audi A3 Sportback e-tron:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 1,5
CO2-Emission kombiniert in g/km: 35

Audi A3 Limousine:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7 - 3,3
CO2-Emission kombiniert in g/km: 162 - 88

Audi A3 Cabriolet:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1 - 4,2
CO2-Emission kombiniert in g/km: 165 - 110

Audi S3 Cabriolet:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1
CO2-Emission kombiniert in g/km: 165

Audi A6 ultra:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 4,6 - 4,4
CO2-Emission kombiniert in g/km: 119 - 114

Lamborghini Huracán:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,5
CO2-Emission kombiniert in g/km: 290

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Verfügbare Dokumente

Rede Rupert Stadler zur Hauptversammlung 2014 - Teil 2
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